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Nach dem ganzen Geschrei in den letzten Beiträgen, heute mal wieder eine Analyse vom größten Equity Index der Welt und der Börse im Allgemeinen. Das Geschrei bringt übrigens garnichts, was diese seltsame "Tradomania"-Veranstaltung eines gewissen Kroum "Koko" Petkov bestätigt hat. Da haben sich tatsächlich fast 700 Menschen, sehr viele davon im gestandenen Mannesalter, jemanden bis zu 14(!) Stunden angesehen, der nach Münzwurf(sic!) live seine Trades ausgewählt hat. Also gegen soviel Dummheit und Verblödung kann man einfach nicht anschreiben. Aber wer kennt sie nicht, die ganzen Münzwurf-Börsenmillionäre der letzten Jahrzehnte? Hah! Aber hey, ich freu mich auf das ganze Geld dieser Kaffeefahrtteilnehmer, sobald sie ihren kleinen Zeh ins Haifischbecken Börse halten. I need you all for a living!

Der kleine Kanal im Wochenchart des SPX konnte den "alternativen Fakten" Trumps nicht standhalten. Immerhin lag ich in der Woche NACH der Prognose genau richtig. Danach ging es aber pausenlos weiter rauf. Kurzzeitig dachte ich mein Jahresziel von 2500 Punkten wird schon im Frühling erreicht! Verdammt! Aber der Markt ist jetzt ziemlich heißgelaufen und überkauft. Der RSI(14) steht im Wochenchart über 80! Ein eindeutiges Top hat sich noch nicht gebildet, aber die Luft wird deutlich dünner.


Am Freitag gab es sogar nochmal eine Kaufpanikwelle, die den Dow Jones noch näher an die 21000 Punkte gebracht hat. So viele Gewinnertage hintereinander wurden zuletzt 1991 und 1987 geschafft. Desweiteren sind so viele Börsenbriefe momentan bullisch, wie zuletzt 1987. 7,7,777 die magische 7!! Da passiert oft was!

1957 = Down
1967 = Up
1977 = Down
1987 = Down
1997 = Up
2007 = Down
2017 = ?

Zu erwarten ist aber wohl kurzfristig erstmal nur eine Korrektur, die sich innerhalb der Daily-Fibonacci-Retracements bewegen sollte. Da noch kein eindeutiges Top zu erkennen ist, sind die Fibos im Bild mit Vorsicht zu genießen!


Das 50%-R. und der SMA-20 liegen bei aktuell 2320. Das 62%-R. bei ca. 2300 und der SMA-50 bei 2288. Je nach Lage, werden zwischen diesen Marken die Bullen wieder auf den Zug aufspringen. Wichtig sind danach neue Allzeithochs! Bis alle drin sind kann es also noch dauern. Und bis mein Wochenchart ein endgültiges finito-Signal liefert auch. Die letzten beiden finitos waren 2001 und 2008. Im Daily kamen sie die letzten Jahre mehrmals vor, aber die Zentralbanken haben wie hier berichtet, punktgenau ihre QE abgefeuert. Fazit: Für März erwarte ich eine scharfe Korrektur im S&P 500.

Zum Thema Trump & Co. kann ich bis jetzt nur sagen, dass alles wie ich es geplant habe läuft.

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2016 war das Jahr mit den wenigsten Blogeinträgen. Vielleicht schaffe ich 2017 etwas mehr. Ich bezweifel es aber. Speziell die deutsche Tradingszene hat sich in den letzten Jahren so stark verändert, dass ich mich selbst schon als analogen, langweiligen, alten Sack bezeichnen muß. Was hier im Blog steht interessiert kaum noch jemanden. Die früheren Themenschwerpunkte wie Marktverständnis oder Psychologie wurden ersetzt durch Themen über Handelsroboter, binäre Optionen, Schneeballsysteme, dreiste Trading-Coaches, Billigzockerbuden, Social-Trading und natürlich Selbstdarstellung in Protzvideos bei Youtube und vorallem Instagram. Es wird immer schlimmer. Den Mist den die Finanzindustrie seit Jahren mit exzessivem Marketing in den Markt drückt, ist für die jungen Leute heute die echte Börse. Da werden selbst Hobbyzocker zu Vermögensverwaltern, die auf Social-Trading-Webseiten für Menschen die noch dümmer sind, hobbyzocken. Das geht meistens so lange gut, bis der Klassiker Überkonfidenz auch Selbstüberschätzung genannt, mit dem Spielerfehlschluss zusammenfällt. Achtung, jetzt kommt ein Rundumschlag!

Während Menschen, vorwiegend Männer, noch vor 20 oder 30 Jahren viele Jahre gebraucht haben um erfolgreich und konstant den Beruf Trader zu erlernen, frühstücken Hobbytrader unter dreißig den Job heute angeblich in 1-2 Jahren weg. Von dem Job leben kann dabei aber keiner. Die meisten verlieren dauerhaft Geld oder gewinnen so wenig, dass es gerade für das nächste Happy Meal bei McDonalds reicht. Einige landen auch früh in der Falle des puren Zufalls. Das bedeutet, dass bei 100 Anfängern die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass ein oder zwei Leute dabei sind die relativ früh sehr viel Geld verdienen. Da sie aber genauso wenig Ahnung haben wie der Rest, werden sie mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit diese Gewinne wieder verlieren und am Ende auch noch draufzahlen.
Früher sind die harten Jungs mit 10.000 bis 50.000 US-Dollar in den Pit gestiegen und haben jeden Tag vier bis sechs Stunden lang Summen bewegt, die den Gegenwert mehrerer Einfamilienhäuser hatten. Heute wird in einer Börsenparallelwelt mit Summen gespielt, die man als Taschengeld bezeichnen kann. Bei echten Gewinnen von 20 Euro pro Trade, wird direkt ein Video davon gedreht und anderen ein Coaching angeboten. Andere machen auf Demoplattformen mit Demogeld 5.000 Euro pro Trade Gewinn und posten die nackten Zahlen auf Instagram. Kids die das sehen glauben in ihrem weichgekochten, politisch korrekten Pussyleben dann tatsächlich, dass das alles echt ist und sie einen 19-jährigen Börsenmillionär vor sich haben, der seinen Traum lebt. Bullshit!

Ich bin gerne altmodisch und analog und sehr glücklich darüber, den Börsenhandel erlernt zu haben, als die Finanzwelt für Retailtrader noch nicht so völlig fertig war wie heute. Wirklich alle Deutschen die heute anfangen sich für die Börse zu interessieren, landen unweigerlich bei Scheißdreck. Sie landen bei Brokern die keine Broker sind, weil sie keine Order an die Börsen leiten(CFD). Sie landen bei binären Optionen, was im Prinzip nur eine virtuelle Geldspielmaschine ist, wie sie früher in jeder Pommesbude oder Kneipe als blinkender Kasten an der Wand hing. Sie landen an der Forex(FX) wo ich noch nie jemanden kennengelernt habe der dort dauerhaft Geld verdient. Ich habe auch noch nie einen Expert Advisor gefunden, der mich vollautomatisch rund um die Uhr reich macht. Ja, die Dinger schaffen das! Allerdings in 100% der Fälle nur über einige Wochen oder Monate, bevor dann das große automatische Geldverbrennen beginnt. Neuerdings heißen die Dinger auch Robo-Advisor. Der Unterschied zu einem Expert Advisor dabei ist, dass man nicht selbst sein Geld auf seinem eigenen Computer verbrennt, sondern man dafür andere Leute beauftragt. haha...

Das Anfänger erstmal verlieren ist völlig normal. Anschließend landen sie heute aber bei Trading-Coaches die wie Pilze aus dem Boden schießen, die meistens selber nicht handeln können und sich ihr erbärmliches "Trader"-Leben schönlügen und den ganzen Tag andere Menschen blenden. Dort lassen die armen Anfänger dann den nächsten Teil ihrer Ersparnisse. Ist doch noch etwas Kohle übrig, bekommen die Opfer von ihren Coaches gesagt, sie sollen ihr Geld bei bestimmten CFD/FX-Brokern einzahlen, weil der Coach dort Provision bekommt. Der Kreis schließt sich und die Anfänger wurden vom Beginn bis zum Ende ihrer kurzen Tradingkarriere beschissen. Die Chance irgendwann auf den Weg zu kommen die Märkte, die echten(!) Börsen und ihre Bewegungen zu verstehen ist quasi auf null gesunken. Denn bevor man einen klaren Gedanken fasst, hat einen die heutige Finanzindustrie schon durch den Fleischwolf gedreht. Frust, Enttäuschung und Pleiten sind das Endergebnis.

Das Schlimme an dieser ganzen Sache ist, dass anscheinend eine Menge Menschen diesen ganzen Humbug der Finanzindustrie glauben. Niemand denkt mehr nach, niemand wundert sich, niemand stellt Fragen. Weil in dieser sozialdemokratischen Pussywelt nur noch Gutmenschen leben, die alles und jeden beklatschen. Die in jedem Menschen erstmal einen netten Samariter sehen, bevor er sie abzockt. Aber selbst dann sind sie nicht dem Abzocker, sondern eher auf sich selbst böse. Viele ergeben sich dann ihrem Schicksal und versuchen irgendwie noch das Gute am Abzocker zu finden. "Kleiner Spread!" "Kleine Mindesteinlage!" "Netter Support!" "Netter Coach!" "Schöne Webseite!". Wenn mich ein Coach übelst abgezockt hätte, würde ich von meinem letzten Geld zu einer dieser dämlichen Tradingmessen fahren und ihm direkt am Messestand einen in die Schnauze hauen. Mission accomplished.

Du darfst heute eine Meinung haben, aber bitte die richtige. Hast du eine gegenteilige Meinung, bist du sofort ein Nazi, ein Rebell und ein schlimmer Mensch. Ich sag euch was: Wer an der Börse, einem Platz an dem Menschen täglich psychisch komplett auseinandergenommen werden, erfolgreich sein will, der muß in der Lage sein sich von der Massenmeinung zu lösen und muß verdammt hart im Nehmen ein. Man braucht Eier in der Hose und muß ein Kerl sein. Ok, jetzt will ich auch mal politisch korrekt sein, aber mir fallen für die Ausdrücke "Eier in der Hose haben" und "Kerl sein" nicht die gendergerechten Ausdrücke ein. Shit happens! Wer das alles nicht hat oder kann, ist in diesem Business sehr schnell weg vom Fenster und findet sich als lächerlicher Trading-Coach/Trading-Privatlehrer(-in) auf Youtube, oder als erfolgreicher Demotrader... ja, oder Demotraderin bei Instagram wieder. Und weil langfristig professionelles und erfolgreiches Trading heute genauso wenig Leute schaffen wie vor 10, 20, 30 oder 40 Jahren, suchen sie noch intensiver in diesem Bereich die Lösung für Reichtum mit Algorithmen und Computern.

Diese Entwicklung wird so weitergehen und sich exponentiell beschleunigen, denn Gier und Dummheit in Kombination wird es immer geben. Erst die Mutter(oder der gleichberechtigte Vater?) aller Crashs wird dieses Business mal wieder erden. Vielleicht auch schon die BaFin, indem sie der Börsenparallelwelt aus CFD, binären Optionen, FX und Zertifikaten einfach den Hahn zudreht. Man muß es aber bezweifeln, da es sich bei der BaFin um eine träge, deutsche Behörde handelt. Ein Typ namens Donald Trump ist deutlich besser geeignet, die Börsen und alles was damit zu tun hat in den Abgrund zu stürzen. Anschließend werden die Wunden geleckt und für die nächste Generation der Retailtrader neue wundersame Finanzdinge entwickelt, die mit der echten Börse nichts zu tun haben, aber einen ganz schnell reich arm machen werden.

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Mein Forecast zum Jahr 2016 ist größtenteils eingetreten. Es gab neue Allzeithochs und die prognostizierte Range, wenn auch zugegebenermaßen große Range, wurde nicht unter- aber auf dem letzten Drücker zum Jahresende noch überschritten. Mit der steigenden Volatilität lag ich etwas daneben. Die ist eher gefallen, was zur Folge hatte, dass sich die großen Indizes oft über Tage oder sogar Wochen, in sehr engen Ranges bewegt haben. Das dürfte aber wie vermutet trotzdem so einige Zocker um ihr Geld gebracht haben. Bei starker Volatilität haben viele Zocker ihr Risiko nicht unter Kontrolle und wenn die Volatilität niedrig ist, betreiben sie entweder diskretionäres Overtrading oder ihre Systeme liefern in solchen Phasen kaum brauchbare Signale. Alles nicht so einfach, hat aber auch keiner behauptet.

Auswirkungen der Zinspolitik

Einen Negativzinssatz für Privatkunden hatte ich noch prognostiziert. Der ist ebenfalls eingetreten, allerdings etwas versteckt. Die Banken wissen, dass sie negative Zinsen ihren Kunden nicht zumuten können ohne eine Kontokündigungswelle loszutreten. Also lassen sie die Zinsen minimal im Plus und holen sich ihr Geld über eine neue Gebührenstruktur. Wer irgendwie mit seiner Bank in Kontakt tritt, muß jetzt dafür bezahlen. Nicht nur die Negativzinsen, sondern auch die finanzpolitischen Regulierungen der letzten Jahre treffen die Banken in Deutschland immer härter. In meiner Stadt haben in den letzten Jahren fast alle Privatbanken ihre Filialen geschlossen. Und das Filialsterben der Banken wird weitergehen. Die Mitarbeiter dieser Filialen werden in Rente geschickt, sozialverträglich entsorgt und der Rest muß in eine andere Stadt ziehen, wo in größeren Filialen alles zusammengeführt wird. Gleichzeitig sitzen ihnen die Algorithmen von Industrie 4.0 im Nacken. Neue Arbeitsplätze bei Banken? Fehlanzeige. Banker zu werden WAR mal ein Traumjob.

Ausblick 2017

Charttechnisch ist der endlose Bullenmarkt intakt und die Blase wird sich weiter ausdehnen. Wie immer sollte es im ersten Halbjahr bergauf gehen. Weiterhin sehr wichtig ist die Zinspolitik der amerikanischen Fed. Nach der zweiten Zinserhöhung fängt die Fed an sich was zu trauen. Sie hat gemerkt, dass der Trump-Schock die Börsen nicht beeindruckt hat und die Märkte sehr stabil blieben. In so einem Umfeld kann man natürlich auch die Zinsen erhöhen. Für nächstes Jahr hat die Fed drei weitere Zinsanhebungen angekündigt. Das hat sie 2016 auch und nichts ist passiert. Da Yellen aber Trump und seine Politik nicht unterstützt, kann man davon ausgehen, dass die Fed diesmal ihre Zinserhöhungen gnadenlos durchziehen wird. Um das zu verhindern, muß Yellen von Trump gefeuert und durch jemanden ersetzt werden der das macht was Trump verlangt.

Schaut man sich die Charts am Anleihemarkt an, kann man aber tatsächlich langsam von einer Zinstrendwende sprechen. Auch wenn das manchen Notenbanken, wie z.B. der EZB, garnicht gelegen kommt. Denn in Europa herrscht seit dem Crash 2008 Dauerfinanzkrise und höhere Zinsen sind hier unerwünscht. Dementsprechend kann die Zinsschere zwischen den USA und Europa weiter auseinandergehen, was den Euro dann endlich mal auf die Parität drücken wird.

Ebenfalls wichtig ist, was Heilsbringer Trump politisch anstellen wird. So wie es jetzt aussieht, wird er eher unbewußt, alles dafür tun damit die Börsen schön weitersteigen. Denn wenn sich ein politisch unerfahrener Unternehmer Milliardäre und Millionäre ins Regierungsboot holt, welche sich auf Kosten der Allgemeinheit weiter bereichern wollen, dann kann man wohl mit haussierenden Börsen rechnen. Desweiteren hat er vor patriotisch die amerikanische Wirtschaft zu stärken, indem er beispielsweise Arbeitsplätze mit Staatsgeld rettet. Das ist übrigens auch das Spezialgebiet von einem gewissen Sigmar Gabriel. Der Haken an der Sache: Man macht mit einer Arbeitsplatzrettung durch Steuergelder ein Unternehmen nicht dauerhaft wettbewerbsfähig, sondern hängt es nur an den Subventionstropf. Kurzfristig kann Trump sicher was reissen, aber langfristig werden er und seine Buddies mit ihrem Vorgehen wohl das ganze System endgültig zum kollabieren bringen.

Chartanalysen

Kurzfristig ist der SPX überkauft und an Punkt 5 der schon erwähnten Wolfe Wave-Struktur angekommen. Hier muß nun beobachtet werden, ob sich ein Top bildet. Sollte er fallen, sind die Fibonacci-Retracements zu beachten. Die 62% liegen aktuell bei 2160. Die momentane Gesamtlage spricht allerdings auch dafür, dass der Markt nur seitwärts konsolidiert und dann weiter nach oben zieht. Persönlich präferiere ich Szenario 1, da sich der VIX schon wieder in Regionen der Sorglosigkeit befindet.


Langfristig habe ich im SPX die Zielmarken 2400 bis 2500 auf dem Schirm. Dort verläuft der wirklich große Trendkanal. Wenn wir da ankommen wird es interessant. Wenn wir darüber steigen, wird es noch interessanter. Mehr dazu wenn es soweit ist.


Der DAX ist nach einer monatelangen Seitwärtsphase förmlich aus seiner Range nach oben explodiert und hat meine Kursziele fast erreicht. Auch der DAX ist kurzfristig überkauft und sitzt wie der SPX an seiner oberen Trendkanallinie. Kurse unter 11.000 sind wieder möglich.


Langfristig habe ich im DAX die 13500/14000 auf dem Schirm. Dafür müssen aber die Amerikaner mitspielen und die befinden sich, im Gegensatz zu Europa, schon längst auf neuen Allzeithochs.


Das sind die charttechnischen Analysen. Was die zurzeit fragile Welt und vorallem die Investoren daraus machen, steht auf einem anderen Blatt. Externe Schocks wurden und werden mit großer Hilfe der Zentralbanken geschluckt und haben keine direkten Auswirkungen. Und wie es aussieht, werden die Zentralbanken ihr massives Eingreifen in die Märkte solange beibehalten, bis sie an ihre machbaren Grenzen stoßen.

In diesem Sinne ein Frohes Fest und einen guten Rutsch ins Jahr 1 n.O.(nach Obama)!

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Der Plan ging auf. Die letzte Analyse ist eingetreten. Bis auf die Tatsache, dass noch nicht Weihnachten ist und wir schon am Ziel angekommen sind. Wie ich immer wieder sage, die Märkte haben sich nicht viel verändert in den letzten hundert Jahren, nur diese verdammte Geschwindigkeit nimmt immer weiter zu. Was sich früher über Tage abgespielt hat, passiert heute in wenigen Stunden oder sogar Minuten. Als sich in der europäischen Nacht abzeichnete, dass Clinton die Wahl verlieren wird, ging der ES-Future im Globex-Handel umgehend auf Talfahrt und markierte bei 2023 Punkten ein Mehrmonatstief. Der Markt war zu dem Zeitpunkt "Limit-Down". Das bedeutet, dass der Handel aufgrund des starken Absturzes kurzzeitig angehalten wurde.

Was wenige Minuten später passierte und tagelang anhielt, war mit manchen Tagen im Crash 2008 zu vergleichen, nur in die andere Richtung. Ein Short-Squeeze vom Feinsten der ganzen Clinton-Anhänger, zu dem sich euphorisch kaufende Trump-Fans gesellten und die US-Märkte ohne Pause auf neue Allzeithochs prügelten. Mein Kursziel bei 2200 Punkten ist schon erreicht.

Da die Trump-Euphorie nachlässt und die Gehirne der "Experten" langsam wieder anlaufen, sollte man sich wieder mit den fundamentalen Dingen beschäftigen, statt mit den ganzen gottgleichen Wundern die Trump über Amerika bringen will. Nebenbei bemerkt finde ich ja, dass man nach dem Brexit und der Trump-Wahl, das Wort "Experte" immer zwischen Anführungszeichen setzen sollte.

Das nächste Ziel im S&P 500 sind die 2250. Dann könnte sich auch Punkt 5 der Wolfe Wave im Wochenchart durchsetzen. Ich gebe zu, nicht die schönste Wolfe Wave unterm Weihnachsstern. "Experten" würden sie wahrscheinlich garnicht genehmigen. Ich sage:"Passt schon!"


Bis zur letzten Fed-Sitzung Mitte Dezember könnte die Marke noch klappen, dann sollte dem SPX langsam die Trump-Luft ausgehen. Vorallem wenn die Fed die Zinsen erhöht, wovon 100% der Marktteilnehmer gerade ausgehen. Hier im Blog schreibe ich ja schon seit Monaten oder Jahren(?), dass die Fed keine Eier in der Hose hat. Verständlich mit einer... Achtung! Misogynie... Frau an der Spitze. Die Angst, dass bei einer Zinserhöhung die Weltmärkte zusammenbrechen, war in der amerikanischen Notenbank allgegenwärtig. Da die Märkte aber selbst beim Trump-Sieg stabil blieben, schöpft die Fed neue Hoffnung endlich ihren Zinsweg weitergehen zu können.
Die Bonds deuten schon höhere Zinsen an, und auch einige Baufinanzierer haben ihre Zinsen für Kredite bereits angehoben. Ich würde sagen die Zinswende beginnt und Europa wird mächtig unter Druck kommen. Denn wie wir ja wissen, ist nicht nur Italien sofort pleite wenn die EZB ihren Zinssatz auch nur minimal anhebt.

Der DAX kann die Euphorie der Amerikaner nicht teilen und bewegt sich nur träge von der Stelle. Wie das Land, so der Index. ;-)

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ContrarianDer Brexit fiel in die Kategorie: "Politische Börsen haben kurze Beine." Hab ich leider bei der letzten Analyse nicht bedacht, da mir das Ereignis dafür zu groß erschien. Naja, man lernt nie aus. In einer Welt der Nullzinsen, war der Rutsch an den Börsen also eine willkommene Kaufgelegenheit für alle, die in diesem endlosen Bullenmarkt noch nicht dabei sind. Seit Monaten herrscht jetzt aber irgendwie Stillstand an den Märkten. Die Fed macht garnichts mehr und die EZB ist am Ende ihrer Weisheit. Und weil alle auf den Crash warten, gibt´s von mir jetzt wie immer eine gegenteilige Analyse. Contrarian rules!

Der S&P 500 hat im Wochenchart eine riesige inverse Kopfschulter-Formation ausgebildet. Der Ausbruch aus der Formation wird nun seit Wochen in einer engen Range konsolidiert und der Kurs sitzt gerade auf der Nackenlinie. Das technische Kursziel der Formation liegt in diesem Fall bei 2400 Punkten. Bäähm...!

Was wird nach den US-Wahlen passieren?

  1. Sollte Donald Trump gewinnen, wird es laufen wie beim Brexit. Ein Absturz(der erste Schock) und dann startet die obligatorische Weihnachtsrally(weil selbst mit Trump als Präsident erstmal die Zinsen weiterhin bei quasi Null stehen). Kursziel: 2200
  2. Sollte Hillary Clinton gewinnen, wird es nicht laufen wie beim Brexit. Die obligatorische Weihnachtsrally startet sofort(weil alles so bleibt wie es ist). Kursziel: 2200

Die Pfeile sind nur eine grobe Einschätzung! Je nachdem was bei der US-Wahl passiert, kann es zu größeren Ausschlägen, auch nach unten, kommen.

Der DAX im einigermaßen heilen Deutschland, aber im kaputten Europa mit den kaputten Banken, bleibt dann nichts anderes übrig, als den Amerikanern zu folgen. Er hat zwar keine SKS-Formation ausgebildet, aber dafür ein Dreieck. 11500-11750 sind die Ziele.


Warum rauf?

  1. Weil die Zinsen bei Null stehen und dort noch sehr lange bleiben werden. Oh, vielleicht hebt die Fed ihren Zinssatz von 0.25% auf 0.50% an, aber danach wird wieder nur sehr lange, sehr viel geredet ohne etwas zu tun. Warum machen die Zentralbanken nichts an den Zinssätzen? Ganz einfach, weil dann alles zusammenbricht. Wollen sie das? Nein. Na, also.
  2. Weil die Märkte noch nie aus einem charttechnischen Niemandsland heraus, in einen Crash übergegangen sind.
  3. Weil es noch nie einen Crash gab, wenn die Investitionsquoten rückläufig sind.
  4. Weil jeder über einen Crash redet, darauf wartet und Cash hortet.
  5. Weil es noch nie einen Crash gab, wenn jeder darauf wartet.
Wann knallt es denn?

Wenn das ganze Cash im Markt ist und die Masse sagt, dass es keinen Crash geben wird.

Contrarian zu sein ist ne´harte Nuß, weil man sich bei seinen Gedankengängen gerne mal einen Knoten in sein Hirn dreht.

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Die Intuition, also etwas einfach zu tun weil man gerade ein Bauchgefühl statt harter Fakten für einen Trade hat, wird von vielen unterschätzt. In Bereichen wo vermeintlich nur Fakten und/oder viel Training zählen, hat auch die Intuition ihren Platz. Ein Fußballer spielt intuitiv einen Pass in den Lauf seines Mitspielers weil er das Gefühl hat, dass jetzt genau der richtige Moment ist. Ein Tennisspieler läuft plötzlich ans Netz weil er intuitiv denkt, dass jetzt genau der richtige Moment dafür ist. Ein Trader bekommt eines seiner üblichen Signale, aber intuitiv verdoppelt er diesmal die Position weil sein Bauchgefühl ihm meldet, genau dies jetzt zu tun. Der große Haken an der Intuition ist allerdings, dass man sie auch hat wenn man keine Ahnung vom dem hat, was man gerade macht. Und das kann böse enden. Also muß man über Jahre seine Intuition trainieren und sie mit Können und Wissen kombinieren. Erst dann haut man Trades raus, bei denen Anfänger zu einem sagen: "Ok, long. Aber ich verstehe absolut nicht, warum gerade jetzt und hier!?"


Intuitiv traden
von Van K. Tharp, Ph.D

Intuition ist ein Konzept mit dem ich sehr gut vertraut bin und von dem ich glaube, dass es extrem wichtig für den Erfolg beim Trading ist. Trotz all der Fortschritte bei Computern in den letzten Jahren, kommt kein Rechner an die Leistungsfähigkeit des menschlichen Gehirns heran.

Hierzu ein Beispiel: Ich trade gerne "effiziente Aktien", Titel die einem Trend folgen und dabei wenige Zufallsbewegungen machen. Mir ist es nie gelungen eine Software so zu programmieren, dass sie mir eine Liste von effizienten Aktien herausfiltert, egal was ich auch versuche. So ist das Beste was ich machen kann, mir selbst eine Liste von Aktien auf dem Bildschirm zu erstellen. Dabei muss ich immer noch einen Blick auf den Chart einer jeden einzelnen Aktie werfen, um einen effizienten Titel zu erkennen. Jeder Trader kann leicht solche effizienten Aktien erkennen, wenn er einen Blick auf das Muster des Charts wirft, ein Computer kann das nicht. Diese visuellen Preis- oder Kursmuster zu traden wird auch "beliebiges Trading" genannt und doch ist es die erste Form der Intuition.

Die zweite Form der Intuition versorgt uns mit einer Menge an Daten und nützlichen Informationen. Das verfügbare Wissen verdoppelt sich jedes Jahr. Dazu haben natürlich auch Computer und das Internet beigetragen. Das Bewusstsein kann nur sieben Chunks (Informationsblöcke) händeln, plus/minus zwei Chunks – danach ist es mit der Menge der Informationen überlastet. Hierzu gibt es ein einfaches Experiment. Jemand soll eine lange Liste mit Zahlen laut vorlesen, während Sie eine Hand hoch halten. Sobald Sie sich keine weitere Zahl mehr merken können, nehmen Sie die Hand runter. Sofern Sie über keine speziellen Gedächtnismethoden oder Merkfähigkeiten verfügen, werden Sie schnell bemerken, dass Sie sich nur fünf bis neun Zahlen haben merken können – und damit liegen Sie genau in der Bandbreite der normalen Merkfähigkeiten von Menschen.

Eine dritte Form der Intuition entwickelt sich aus dem gründlichen Verständnis der Materie und aus der Menge der praktischen Erfahrung. Irgendwie nehmen Leute mit einer ausgeprägten Intuition gute Einstiegsignale und die sich darauf ergebenden Gewinnmöglichkeiten sehr schnell wahr und nutzen diese Chancen auch konsequent. Genauso verhält es sich, wenn diese Leute mögliche "Gefahren" wittern. Sie steigen dann auch sehr schnell aus einer Position wieder aus. Diese Dinge machen sie so gut, dass sich andere Personen, die nicht über diese Fähigkeiten verfügen sehr wundern, wie dies überhaupt möglich ist.

Grandiose Intuition in der Praxis

Irgendwie schaffen es Investoren mit einer gut entwickelten Intuition vorauszuahnen, wann sich der Markt dreht und sie können dann blitzschnell aussteigen. Oder sie nehmen rasch wahr, wenn sich hervorragende Möglichkeiten für eine erfolgversprechende Spekulation ergeben. Ein tolles Beispiel für den sehr erfolgreichen Einsatz der Gabe der Intuition sind einige Spekulationen des legendären Fondsmanagers John Templeton.

Er nutzte seine Gabe um zu Beginn des Jahres 2000 viele dotcom-Unternehmen zu shorten. Zwar teilten zu dieser Zeit die meisten Investoren Templeton´s Meinung, dass die Geschäftsmodelle vieler dotcoms in keiner Weise die Höhe der Aktienkurse widerspiegeln. Sie waren ja völlig überzogen. Doch nur wenige Trader handelten entsprechend. Templeton dagegen setzte seine Meinung in die Tat um und bewies dabei ein unglaubliches Timing, indem er schon sechs Monate vor dem Niedergang der dotcoms seine Short-Positionen einging. Wie konnte wissen, wann genau er beginnen sollte diese Unternehmen zu shorten? Intuition! Ähnliches haben andere Investoren vollbracht, die in den Jahren 1929 und 1987 rechtzeitig die großen Wendepunkte der Märkte vorausgesehen haben. Das Timing dieser Leute war absolut großartig und die einzige Erklärung dafür ist eine hochentwickelte Intuition.

Fazit: Bedauerlicherweise beschäftigen sich die wenigsten Trader mit der Entwicklung ihrer Intuition und den großen Vorteilen, die sich daraus für ihr Tradingverhalten ergeben können. Nein - die meisten Trader und Investoren wollen harte Fakten und computergestützte Methoden die "funktionieren". Ich habe jedoch nach fast 30 Jahren Erfahrungen als Trading-Coach die feste Überzeugung gewonnen, dass man kein herausragender Trader werden kann, wenn man sich ausschließlich auf mechanische Handelsansätze verlässt. Man muss viel mehr seine Instinkte trainieren, um die besten Resultate zu erzielen. Daher ist für mich die Intuition ein integraler Bestandteil der großen Erfolge, die die besten Trader der Welt regelmäßig vorweisen können.

© Traders Journal

Van Tharp Institute



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Fraud

"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." - Albert Einstein
"In einem Bullenmarkt ist jeder ein Genie." - Wall Street Sprichwort

Im Laufe eines sehr langen Bullenmarktes wie wir ihn die letzten Jahre erlebt haben, treibt die Börsenwelt seltsame Blüten. Eine besondere Blüte sind die sogenannten Trading-Coaches, Trading-Mentoren oder um mal ohne Anglizismen das Kind, die Blüte beim Namen zu nennen: Trainer oder Nachhilfe-/Privatlehrer für den Tageshandel an der Börse. Denn so wird "Coach" übersetzt. Niemand dieser Gestalten nennt sich Teacher, Tutor, Instructor oder Educator, was korrekt übersetzt "Lehrer" bedeutet. Um in Deutschland ein echter Lehrer zu sein braucht man ein Diplom, welches man an einer Universität erworben haben muß. Um ein Trading-Coach zu sein reicht es, ein Buch für 49,95 EUR über das Trading gelesen zu haben. Punkt. Dann bietet man Dummbeuteln an ihnen dieses Buch in Bild und Ton für 1.000 bis 6.000 EUR pro Person, in einem Seminar zu erklären. Vorzugsweise in Tagungsräumen von schicken Hotels mit allem drum und dran, die nur einen Bruchteil der Gebühren kosten. Mittlerweile allerdings oft nur noch als Webinar über das Internet, was überhaupt keine Unkosten verursacht.

Trading-Coaches stehen noch unter den Heilpraktikern, denn die brauchen auch weder ein Diplom noch eine Approbation und auch keinen Dr.-Titel, um auf Quacksalber-Tour durch´s Land zu tingeln. Dafür brauchen Heilpraktiker aber immerhin eine staatliche Erlaubnis. Ist das Beschiss? Nun, dass muß jeder für sich entscheiden. Kauft man sich die richtigen Börsenbücher und investiert einen Großteil seiner Freizeit, kann man theoretisch nach einigen Jahren an der Börse mehr Geld verdienen als verlieren. Hat man keine Lust zu lesen und keine Zeit sich mit der Börsenmaterie auseinanderzusetzen, dann zahlt man 1.000 - 6.000 Euro an jemanden, der es einem in 1-4 Tagen erklärt. Für 6.000 Euro erklärt er es einem auch über Wochen oder sogar Monate, was es aber nicht unbedingt effektiver macht. Danach weiß man wie der Börsenhandel funktioniert, erfolgreich handeln kann man aber immer noch nicht. Denn anschließend muß man trotzdem einen Großteil seiner Freizeit, oder seien wir mal ehrlich, die nächsten Jahre seiner Freizeit, in dieses Geschäft investieren. Aber nicht um Geld zu verdienen, sondern erstmal nur um zu lernen wie man es langfristig nicht konstant verliert.

Warum kann man es nicht wenn man doch einem "Profi" in diesem Geschäft soviel Geld hinwirft, damit er einen in die Geheimnisse des Millionenmachens an der Börse einweiht? Ganz einfach, weil es keine Abkürzung in diesem Business gibt. Es führen zwar alle Wege nach Rom, wie man so schön sagt, aber das sind echt sauviele Wege und Straßen. Ein Seminar oder ein guter Mentor kann einen auf die richtigen Straßen schicken, um etwas zügiger voranzukommen, aber in Rom ist man dann noch lange nicht!

Track Record

An der Börse scheitern nachweislich früher oder später ca. 90% aller Marktteilnehmer. Beim Daytrading ist von 98% auszugehen. Dazu zählen auch die allermeisten Trading-Coaches oder -dienstleister, die einem erklären wie der erfolgreiche Börsenhandel funktioniert. Man zahlt also 1.000 bis 6.000 Euro an Menschen, die selbst häufig nicht das können was sie einem vermitteln.

Auf einer amerikanischen Webseite wurden und werden jede Menge dieser Coaches und Dienstleister, rund um die Börse genaustens unter die Lupe genommen. Das Ergebnis ist höchst ernüchternd: Fast 98% dieser Anbieter handeln entweder garnicht selber, weil sie mit dem Eigenhandel erfolglos sind, sie handeln simuliert, also nicht mit echtem Geld oder sie handeln nur gelegentlich oder mit sehr kleinem Einsatz. Das bedeutet 98% dieser Anbieter generieren ihren Lebensunterhalt zu 100% aus den Gebühren ihrer Kunden. Manche geben das sogar zu. Alle diese Coaches und "Profitrader" waren und sind nicht in der Lage einen Track Record zu übermitteln. Ein Track Record ist der einzige Nachweis darüber, dass ein Trader wirklich traden kann. Selbst wenn kein Track Record vorhanden ist, ist und war niemand in der Lage einen echten Kontoauszug zu übermitteln, wo zumindest ein paar echte Trades aufgelistet sind.

Simulationshandel

Die heutige Technik macht es leider möglich auch ohne Track Record den Leuten vorzugaukeln, jemand würde tatsächlich live und mit echtem Geld an der Börse erfolgreich handeln. In vielen Handelsplattformen kann man kaum noch erkennen ob jemand gerade live, also mit echtem Geld, oder nur simuliert handelt. Vor wenigen Jahren stand quer über der Handelsplattform "Simulation" oder "Demonstration" oder der Rahmen hatte ein quietschbunte Farbe. Einfach aus dem Grund, um nicht stundenlang zu handeln ohne zu merken, dass man gerade im Simulationsmodus ist! Heute sehen Simulationen genauso aus wie Livehandelsplattformen. Und wenn nicht kann man sie so anpassen, dass sie so aussehen. Selbst echte Kenner können oft nicht mehr erkennen, ob gerade mit echtem Geld(Psyche!) oder simuliert(Gambling!) gehandelt wird.

Verkäufertricks, Marketing und Gehirnwäscher

Gerne verpassen diese Verkäufer und Coaches auch uraltem, längst bekanntem und kostenlosen Börsenzeugs neue und hippe Namen, um den ahnungslosen Glücksrittern zu suggerieren, sie bekommen nur hier und jetzt die brandneuen Erkenntnisse geheimer Börsenwissenschaften, wenn sie den Dienst kaufen oder abonnieren. Das finde ich persönlich sogar legitim, wenn diese Sachen funktionieren und der Anbieter es nachweisen kann. Denn wirklich Neues gibt es an der Börse nicht.

Eine andere Methode ist, dass dem Kunden ein Rundumsorglospaket verkauft wird. Zuerst erzählt man ihm für 2.000 Euro wie man handelt. Anschließend muß der Kunde noch die hauseigene Software für 1.000 Euro kaufen und on top noch für 500-1.000 Euro irgendwelche Zusatzpakete für diese Software, die den Börsenhandel vermeintlich vereinfachen und dafür sorgen, dass man angeblich sofort Geld verdient.

Es gibt ja auch so Kaffeefahrten, wo achtzigjährigen gelangweilten Rentnern mit Kaffeemaschinen, Heizdecken, Jungbrunnen und Fußbädern tausende von Euros aus der Tasche gezogen werden. Fällt natürlich niemand drauf rein der jünger ist, außer er will an der Börse schnell Geld verdienen und schaltet auf der verzweifelten Suche nach dem heiligen Gral sein Gehirn aus.

Manche dieser Anbieter entpuppen sich am Ende auch als die neue Generation der Jürgen Höllers. Also Motivationstrainer und Lebensberater für Menschen die einen Guru suchen, zu dem sie aufschauen können. Das Trading selber spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle und ist in den meisten Fällen erfolglos. Der Fokus liegt auf Motivation, Antreiben und "Du kannst alles schaffen, auch wenn du blöd wie eine Amöbe bist!"-Gelaber. Nachdem man bezahlt und sich vollquatschen lassen hat, steht man allerdings wieder alleine vor seinen Träumen. Aber hauptsache man fühlt sich dank Guru XY für ein paar Tage mal wieder richtig gut, auch wenn man beim Trading genauso erfolglos ist wie vorher.

Was soll man denn nun tun?

Was also tun, um nicht 1.000-6.000 Euro in den Wind zu blasen, nur um nachher nicht viel mehr zu wissen als in einem Buch für 49,95 Euro steht?

Man sollte sich die Trading-Coaches ganz genau anschauen. Wenn jemand seine Dienste für viel Geld verkauft, sollte man sich als Nachweis darüber, dass er auch wirklich handeln kann einen Track Record zeigen lassen. Alleine dieser Filter wird schon ca. 98% aller Dienste herausfiltern, weil die Anbieter keinen Track Record haben. Wenn man sich durch Seminare nur Grundwissen aneignen will, sollte man sich im Klaren darüber sein, dass man wirklich nichts Neues über die Börse erfährt. Denn alles wurde in den letzten Jahrzehnten zigfach in Bücher geschrieben. Ein Grundlagenseminar kostet gerne mal bis zu 2.000 Euro. Bücher, wo meistens recht verständlich exakt das Gleiche drinsteht, kosten allerdings nur einen kleinen Bruchteil dieser Summe.

Mal ganz ehrlich, jeder Fünfzehnjährige kann Euch für 2.000 Euro erklären wie die Börse funktioniert, wenn er vorher eine Klassenarbeit darüber geschrieben hat. Wollt Ihr eine Klassenarbeit schreiben oder Geld verdienen? Jeder Zwanzigjährige Tennis-Stadtmeister kann Euch für 1.000 Euro das Tennisspielen beibringen. Wollt Ihr Stadtmeister werden oder wollt Ihr mit Tennisspielen Geld verdienen? Ihr versteht was ich meine. Es gibt da draußen wirklich Trading-Coaches, -mentoren oder -seminare die einen echten Mehrwert haben und wo man wirklich was für sein Geld bekommt. Aber nach diesen Anbietern muß man sehr lange suchen, findet sie eher im englischsprachigen Raum und sie kosten richtig Geld.

Bling-bling

Je schöner die Webseite und je mehr dort verkauft wird, desto unwahrscheinlicher ist es, dass dort ein echter Profitrader am Werk ist. Interessanter- und ironischerweise sehen nämlich die Webseiten der echten Profis häufig aus wie Seiten von 1998 oder wie von einem Praktikanten zusammengebastelt. Der Grund ist ganz einfach. Profitrader verbringen viel Zeit mit ihrem Trading und den Märkten, weil sie damit ihren Lebensunterhalt verdienen müssen. Keine Zeit haben sie für´s Webseiten basteln, Tradingprodukte entwickeln und verkaufen oder YouTube-Filmchen produzieren, wo sie als Selbstdarsteller mit Status-symbolen oder wie ein Drogendealer mit großen Geldbündeln herumprotzen, um ständig neue Kunden anzulocken damit Geld in die Haushaltskasse kommt. Testosterongeschwängerte Männer zwischen 20 und 30 Jahren lassen sich davon am liebsten blenden.

Rudimentäres

Profitrader bei denen man wirklich etwas lernen kann, sind fast immer unscheinbar. Deren Namen kennen nur Insider oder man findet sie durch Zufall beim Surfen im Internet. Wenn sie Lust haben oder darum gebeten werden, dann machen sie auch mal ein Seminar. Oder sie bieten tatsächlich Tradingdienste an, dass aber nicht um kontinuierlich Kunden anzulocken und um Geld zu verdienen, sondern aus Spaß daran anderen Menschen erfolgreich etwas zu vermitteln und um mal aus der eigenen Stinkbude heraus-zukommen. Je lauter also jemand schreit, desto geringer ist die Chance dort wirklich etwas zu lernen. Außer Dinge die es woanders umsonst gibt.

Man muß sich also entscheiden, will man von einem Topverkäufer, einem Topmotivator oder einem Toptrader lernen wie man richtig handelt? Demotrader und Topverkäufer reden meistens wie auswendig-gelernt. Lesen ab, labern herum, hören sich gerne selbst reden, kopieren andere und kommen ins Schwitzen, wenn es mal richtig in (Finanzmarkt-)Details geht. Bei echten Tradern hingegen fliegt einem die Leidenschaft für das Trading förmlich um die Ohren. Man hört interessante Anekdoten, Dinge die nicht in Büchern oder in Internetforen stehen und vorallem erfährt man auch von den Schmerzen bei Verlusten die sie tatsächlich erlitten haben. Verkäufer machen nämlich so gut wie nie Verluste, weil sie sonst ihre Dienste nicht verkaufen könnten. Gerne streuen sie zu Marketingzwecken aber mal ein paar Verluste ein, um die Echtheit ihres vermeintlichen Traderdaseins zu unterstreichen.

Potenzierung durch das Internet

Dieses ganze Coaching-, Mentoring-, und Seminarbusiness rund um die Börse gibt es schon immer. Doch erst das Internet hat diesen Müll an die Oberfläche gespült. Früher war es sehr aufwendig Kunden für seinen Scheiß zu generieren. Heute kann jeder Depp ein Bild von sich mit einer falschen Rolex am Arm, im Miet-Ferrari sitzend, mit einem Notebook auf dem Schoß auf dem ein Devisenchart abgebildet ist, ins Internet stellen. Dazu schreibt er, dass er jedem der $1000 überweist zeigt, wie man mit Devisenhandel auch bald Ferrari fahren kann. Klingt jetzt total absurd, aber da man Millionen von Menschen damit erreichen kann, sind auch welche darunter die darauf hereinfallen.

Wer möchte kann ja hier in die Kommentare schreiben, ob er nach einem 1.000-6.000 Euro-Seminar direkt oder später aufgrund des Seminars, konstant erfolgreich traden konnte/kann. Ich erwarte null Kommentare weil niemand gerne zugibt, dass er einen Haufen Geld mehr oder weniger in den Sand gesetzt hat. Lernen tut man in Seminaren sicher was, aber meistens ist der Preis für das oft banale Lernmaterial viel zu hoch.

Und zum Schluß noch ein Zitat von einem Wall Street-Börsenprofi der 40 Jahre seines Lebens in diesem Business verbracht hat und aufgrund seiner Leidenschaft noch mit 75 Jahren handelt:

"If you organize your personal trading like a professional business, you don´t need anything else."

Frei übersetzt heißt das: "Wenn du dein persönliches Trading wie ein professionelles Unternehmen aufziehst, brauchst du mit nichts anderem Geld zu verdienen." Auch nicht mit Seminaren oder als Coach.

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Nachtrag 04.11.2016:

Wer jetzt immer noch denkt, dass diese neumodischen Coaches Euch wirklich nur helfen wollen und garnicht so sehr ans Geldabzocken denken, sollte sich noch die Reportage "Der Coaching-Wahn - Einträgliches Geschäft mit fraglichem Nutzen" ansehen. Direkter Link zum Video.

Interessant fand ich die Aussage von Uwe Peter Kanning, der das Buch "Wenn Manager auf Bäume klettern ...: Mythen der Personalentwicklung und Weiterbildung" geschrieben hat: "Ein Grund dafür, dass es so viele Ausbildungen im Bereich Coaching gibt, liegt sicherlich daran, dass viele Coaches von ihrem Coaching nicht leben können, da sie viel zuwenig Klienten haben. Deshalb bieten sie dann selber Coaching-Ausbildungen an, die sie selber wieder gut vermarkten können. Sie leben eher davon, dass sie wie in einem Schneeballsystem ihre eigene Methode weitergeben, ohne selbst erfolgreich Coaching zu betreiben."

Auf´s Trading bezogen heißt das, dass jemand der einen, bzw. den falschen Trading-Coach bucht, der selber nicht traden kann, am Ende womöglich auch ein Coach wird und sein gelerntes, unnützes Wissen gegen Geld weitergibt. Wer sich unter den deutschen Trading-Coaches umsieht, wird genau das feststellen.
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Anhang
Nachfolgend ein paar ältere Links zu teilweise nicht ganz unbekannten Personen, die von US-Aufsichts-behörden des Betrugs überführt wurden. Das Schema ist immer das Gleiche. Den Leuten das Blaue vom Himmel versprechen und sie dann um ihr Geld bringen. Alle Fälle dieser Art der letzten fünfzehn Jahre hier aufzuzählen, würde eine endlose Linkliste werden. Dabei geht es zwar nicht immer um die Grauzone Coaching oder Mentoring, aber ebenfalls um die Tatsache, dass ahnungslosen und gierigen Menschen mit den Themen Börse und Trading das Geld aus der Tasche gezogen wird. Hinterfragt einfach Dinge bevor Ihr blind vor Gier irgendwem Geld überweist!

Markus Frick - Ex-Börsenguru Frick zu Haftstrafe verurteilt
Oder Frick´s neuer Schüler Jan Pahl, der garnicht "Jan Pahl" heißt, aber das wissen auch nur wenige. - Die Aktien-Mafia kassiert Anleger ab

Larry Williams - World Cup Approach To Futures Trading
Larry Williams hat bei einem öffentlichen Contest im Jahre 1987 in zwölf Monaten einen Gewinn von $902.599 erzielt und damit den 1. Platz belegt. Mit seinen Managed Accounts hat er allerdings $6.122.281 verloren. Im Jahr 1988 hat er den Larry Williams Financial Strategy Fund eröffnet. Im März 1989 den World Cup Championship Fund, den er u.a. mit Jake Bernstein gemanaged hat. Beide Fonds haben innerhalb von ein bis zwei Jahren 50% ihres Wertes verloren. Details dazu in William Gallacher's Buch Winner Take All: A Top Commodity Trader Tells It Like It Is

Naris Chamroonrat- "Nonko Trading"
Derek Springfield - "Draven, LLC"
Linda Woolf, David Gengler - "Teach Me to Trade" ("TMTT"), "Hands On Capital, Inc.", "Lashaico, Inc."
Joseph Dufresne, Megan Renkow - "Schooloftrade.Com" ("SoT"), "United Business Servicing, Inc."
Jody Dupont - "Open Range Trading, LLC"
Kimball Parker, Timothy Baggett - "MakeYourFuture, LLC", "Changes Trading, LLC"
Gregory L. Gramalegui - "Emini Trading School"
"Advanced Trading Workshop, Inc."/"Sniper Scalping, Inc."
Freddie Rick - "Long Term-Short Term, Inc.", "d/b/a BetterTrades"
Michael J. Drew and Eben D. Miller - "Investools, Inc."
The Con Man and His Mentor - Eine Forex Trading School mutierte zu einem riesigen Schneeballsystem.
Mirko "Mick" Schacke - "TradeMasters USA, LLC"
Avoco Financial - "Recurrence System"
Yun Soo Oh Park aka "Tokyo Joe and Tokyo Joe's Societe Anonyme Corp."
Curtis Arnold, London Financial - "Pattern Probability Strategy (PPS)"
Wade Cook - "Wade's Wall Street Workshop"
Dennis Bolze - "Centurion Asset Management, Inc." and "Advanced Trading Services, Inc.
Jake Bernstein - MBH Weekly Futures Trading Letter"
CTS Financial Publishing - "Swing Trader System"
Kent C. Calhoun - "KCI Seminars"
Coldwell Publishing - "Insider’s Profit Matrix"

Diese Liste wird laufend aktualisiert, um einfach mal die Masse der Betrüger in diesem Business aufzuzählen.

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Oops... da hat sich die breite Masse aber mal wieder mächtig verspekuliert! Nicht nur an der Börse, sondern auch in Great Britain. Zugegeben, ich hatte ursprünglich auch mit einem non-Event gerechnet was das Thema #Brexit betrifft. Denn seit 2008 wurden alle bösen Dinge ja quasi irgendwie politisch, mit Geld oder beidem beseitigt. Bloß keine neue Krise, bloß keinen Crash und bloß kein wirtschaftlicher Abschwung war die Devise. Also war es eigentlich klar, dass so etwas Mächtiges wie der Brexit nicht passieren wird. Dementsprechend sicher haben die Börsianer sich gefühlt und den DAX in nur wenigen Tagen um über 500 Punkte nach oben getrieben. Doch je näher die Abstimmung kam, desto unwohler wurde mir. Ich habe zu dem Thema Reportagen("verdammte Lügenpresse", "Scheiß-GEZ") gesehen und viele Artikel("verdammte Lügenpresse", "Chemtrails!") gelesen, um mir ein Bild der Briten zu diesem Thema zu machen.

Ständig gab es auch Umfragen, wo die Brexit-Anhänger meistens vorne lagen. Gleichzeitig stiegen die Märkte immer schneller immer höher. Diese konträren Bewegungen haben mich stutzig werden lassen und die Wahrscheinlichkeit auf den Brexit stieg. Natürlich hätte ich auf den Brexit wetten können, aber Wetten sind nicht so mein Ding. Denn wenn man falsch liegt, wird es meistens ganz bitter. Also habe ich 100% Cash vorgezogen. Charttechnisch ist bei dem Crash in den Indizes nicht soviel passiert, aber die Stimmung ist nun deutlich im Keller.

Der DAX befindet sich seit fast einem Jahr unter dem SMA-200, bzw. dem EMA-50 im Wochenchart und schafft es immer mal wieder ein neues Tief zu erreichen. Ganz klar ein Bärenmarkt innerhalb des ganz großen Aufwärtstrends. Die 10.000er Marke wird noch sehr lange das Gestirn sein welches wir umkreisen. Das Bärenmarkt-Kursziel liegt vorerst bei 8000 Punkten.


Die USA interessiert der Brexit erstmal nicht so sehr. Man nimmt es zur Kenntnis und gut ist. Die haben selber ein riesiges Land um das sie sich kümmern müssen. Es ist also wie immer. Was die Amerikaner nicht direkt betrifft, ist ihnen nur eine Randnotiz wert. Den Großteil seiner Verluste hat der S&P 500 nämlich in der Nacht in Europa über den ES-Future an der Globex verloren. Als der Handel in den USA dann begann, hat man diesen Verlust nur mehr oder weniger verwaltet. Dienst nach Vorschrift, aber keine Panik. Der S&P 500 bleibt weiter in seiner großen Range zwischen 2100 und 1800. Im Niemandsland also. Eine Zinsanhebung in den USA sollte sich für dieses Jahr auch erledigt haben. Denn eine bessere Ausrede als den Brexit, um an der Zinsschraube weiterhin nicht zu drehen, wird die Fed so schnell nicht finden.

Die Frage ist nun, welches Ausmaß der Brexit auf die Börsen in den nächsten Wochen und Monaten hat. Ich gehe davon aus, dass wir neue Allzeithochs in diesem Jahr nicht mehr sehen werden. Dafür wurde am Freitag zuviel zerstört und die Schockwellen sind noch unterwegs. Vieles muß jetzt neu bewertet werden. Auch die Tatsache, dass die Rechtspopulisten in Europa auf dem Vormarsch sind, ist ein großes Problem was ausländische Investionen in Europa betrifft. Es kommt also eines zum anderen. Und im großen und ganzen ist die EU jetzt erstmal gelähmt und voll von Unsicherheiten. Das mögen Börsianer garnicht, also ist über den Sommer mit erhöhter Volatilität zu rechnen. In der momentanen Situation, ist den traditionell schlechten Herbstmonaten dann erhöhte Aufmerksamkeit zu widmen. Dann könnte sich nochmal so einiges nach unten entladen.

Zum Euro wollte ich eigentlich nichts mehr schreiben. Den Grund liefert er mit dem Brexit. Er bleibt stabil, auch wenn er über 2% abgestürzt ist. Bei weniger dramatischen News hat er schon mehr verloren. Der Euro ist nicht kaputtzukriegen und das ist gut so! Denn mal ehrlich, wer außer Rentnern über 65 hat denn Lust wieder sein Geld in Lire oder Peseten zu tauschen?

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50Das im Februar 2016 angedeutete große Verkaufssignal für den Sommer hat es nun, wie die Verkaufssignale davor auch, zerlegt. Willkommen weiterhin in der Zentralbankenwelt. Es wird weder einen Brexit, einen Grexit und auch keine Zinserhöhung geben. Alles bleibt wie es ist und man verwaltet den Haufen Scheiße. Klappt ja auch ganz gut bis jetzt. Ob Zentralbanken auch die US-Wahlen manipulieren können, muß abgewartet werden. ;-) Die extreme Rally von Februar bis Ende April hat jedenfalls soviel Dynamik entwickelt, dass sich das Verkaufssignal in meinem Downtrend nicht mehr entfalten konnte. Somit hatte "mein" Downtrend nur wenige Tage Bestand. Einen Uptrend gibt es aber noch nicht, denn mein Trendmodell hängt nun wieder in einer Twilight Zone zwischen zwei Trends. Also in einer sehr großen Range/Seitwärtsmarkt/Schiebezone oder wie man es auch nennen will. Eine Range bedeutet für mich keine Aussage tätigen zu können, wohin der Markt tendiert. Alles ist möglich.

Wie es aussieht, wird der mächtige Bullenmarkt der letzten sieben Jahre nun in einer Range aus- konsolidiert. Käufer und Verkäufer halten sich die Waage. Diejenigen die schon lange drin sind, fangen an zu reduzieren. Alle anderen nehmen ihnen das Zeugs dankend ab. Doch oben reichen die Käufe nicht für neue Allzeithochs und unten reichen die Verkäufe nicht, um den Markt immer tiefer zu drücken. Man hat eine Pattsituation. Wie schon erwähnt, kann nur ein echter Schock einen Crash verursachen. Alles was gerade zur Debatte steht wie Brexit, Zinsen etc. wird schon eingepreist. Erst wenn die ganzen Unsicherheiten beseitigt sind, wird der Markt aus dieser Range nach oben ausbrechen. Dabei besteht aber immer noch die Gefahr eines Fehlausbruchs, denn bekanntlich stürzen Börsen gerne ins Bodenlose, wenn die Masse der Marktteilnehmer angstfrei investiert ist und sich sehr sicher fühlt. Da die Range relativ groß ist, kann es noch Monate mit dem Zickzack weitergehen.

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