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Die Intuition, also etwas einfach zu tun weil man gerade ein Bauchgefühl statt harter Fakten für einen Trade hat, wird von vielen unterschätzt. In Bereichen wo vermeintlich nur Fakten und/oder viel Training zählen, hat auch die Intuition ihren Platz. Ein Fußballer spielt intuitiv einen Pass in den Lauf seines Mitspielers weil er das Gefühl hat, dass jetzt genau der richtige Moment ist. Ein Tennisspieler läuft plötzlich ans Netz weil er intuitiv denkt, dass jetzt genau der richtige Moment dafür ist. Ein Trader bekommt eines seiner üblichen Signale, aber intuitiv verdoppelt er diesmal die Position weil sein Bauchgefühl ihm meldet, genau dies jetzt zu tun. Der große Haken an der Intuition ist allerdings, dass man sie auch hat wenn man keine Ahnung vom dem hat, was man gerade macht. Und das kann böse enden. Also muß man über Jahre seine Intuition trainieren und sie mit Können und Wissen kombinieren. Erst dann haut man Trades raus, bei denen Anfänger zu einem sagen: "Ok, long. Aber ich verstehe absolut nicht, warum gerade jetzt und hier!?"


Intuitiv traden
von Van K. Tharp, Ph.D

Intuition ist ein Konzept mit dem ich sehr gut vertraut bin und von dem ich glaube, dass es extrem wichtig für den Erfolg beim Trading ist. Trotz all der Fortschritte bei Computern in den letzten Jahren, kommt kein Rechner an die Leistungsfähigkeit des menschlichen Gehirns heran.

Hierzu ein Beispiel: Ich trade gerne "effiziente Aktien", Titel die einem Trend folgen und dabei wenige Zufallsbewegungen machen. Mir ist es nie gelungen eine Software so zu programmieren, dass sie mir eine Liste von effizienten Aktien herausfiltert, egal was ich auch versuche. So ist das Beste was ich machen kann, mir selbst eine Liste von Aktien auf dem Bildschirm zu erstellen. Dabei muss ich immer noch einen Blick auf den Chart einer jeden einzelnen Aktie werfen, um einen effizienten Titel zu erkennen. Jeder Trader kann leicht solche effizienten Aktien erkennen, wenn er einen Blick auf das Muster des Charts wirft, ein Computer kann das nicht. Diese visuellen Preis- oder Kursmuster zu traden wird auch "beliebiges Trading" genannt und doch ist es die erste Form der Intuition.

Die zweite Form der Intuition versorgt uns mit einer Menge an Daten und nützlichen Informationen. Das verfügbare Wissen verdoppelt sich jedes Jahr. Dazu haben natürlich auch Computer und das Internet beigetragen. Das Bewusstsein kann nur sieben Chunks (Informationsblöcke) händeln, plus/minus zwei Chunks – danach ist es mit der Menge der Informationen überlastet. Hierzu gibt es ein einfaches Experiment. Jemand soll eine lange Liste mit Zahlen laut vorlesen, während Sie eine Hand hoch halten. Sobald Sie sich keine weitere Zahl mehr merken können, nehmen Sie die Hand runter. Sofern Sie über keine speziellen Gedächtnismethoden oder Merkfähigkeiten verfügen, werden Sie schnell bemerken, dass Sie sich nur fünf bis neun Zahlen haben merken können – und damit liegen Sie genau in der Bandbreite der normalen Merkfähigkeiten von Menschen.

Eine dritte Form der Intuition entwickelt sich aus dem gründlichen Verständnis der Materie und aus der Menge der praktischen Erfahrung. Irgendwie nehmen Leute mit einer ausgeprägten Intuition gute Einstiegsignale und die sich darauf ergebenden Gewinnmöglichkeiten sehr schnell wahr und nutzen diese Chancen auch konsequent. Genauso verhält es sich, wenn diese Leute mögliche "Gefahren" wittern. Sie steigen dann auch sehr schnell aus einer Position wieder aus. Diese Dinge machen sie so gut, dass sich andere Personen, die nicht über diese Fähigkeiten verfügen sehr wundern, wie dies überhaupt möglich ist.

Grandiose Intuition in der Praxis

Irgendwie schaffen es Investoren mit einer gut entwickelten Intuition vorauszuahnen, wann sich der Markt dreht und sie können dann blitzschnell aussteigen. Oder sie nehmen rasch wahr, wenn sich hervorragende Möglichkeiten für eine erfolgversprechende Spekulation ergeben. Ein tolles Beispiel für den sehr erfolgreichen Einsatz der Gabe der Intuition sind einige Spekulationen des legendären Fondsmanagers John Templeton.

Er nutzte seine Gabe um zu Beginn des Jahres 2000 viele dotcom-Unternehmen zu shorten. Zwar teilten zu dieser Zeit die meisten Investoren Templeton´s Meinung, dass die Geschäftsmodelle vieler dotcoms in keiner Weise die Höhe der Aktienkurse widerspiegeln. Sie waren ja völlig überzogen. Doch nur wenige Trader handelten entsprechend. Templeton dagegen setzte seine Meinung in die Tat um und bewies dabei ein unglaubliches Timing, indem er schon sechs Monate vor dem Niedergang der dotcoms seine Short-Positionen einging. Wie konnte wissen, wann genau er beginnen sollte diese Unternehmen zu shorten? Intuition! Ähnliches haben andere Investoren vollbracht, die in den Jahren 1929 und 1987 rechtzeitig die großen Wendepunkte der Märkte vorausgesehen haben. Das Timing dieser Leute war absolut großartig und die einzige Erklärung dafür ist eine hochentwickelte Intuition.

Fazit: Bedauerlicherweise beschäftigen sich die wenigsten Trader mit der Entwicklung ihrer Intuition und den großen Vorteilen, die sich daraus für ihr Tradingverhalten ergeben können. Nein - die meisten Trader und Investoren wollen harte Fakten und computergestützte Methoden die "funktionieren". Ich habe jedoch nach fast 30 Jahren Erfahrungen als Trading-Coach die feste Überzeugung gewonnen, dass man kein herausragender Trader werden kann, wenn man sich ausschließlich auf mechanische Handelsansätze verlässt. Man muss viel mehr seine Instinkte trainieren, um die besten Resultate zu erzielen. Daher ist für mich die Intuition ein integraler Bestandteil der großen Erfolge, die die besten Trader der Welt regelmäßig vorweisen können.

© Traders Journal

Van Tharp Institute



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Fraud

"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." - Albert Einstein
"In einem Bullenmarkt ist jeder ein Genie." - Wall Street Sprichwort

Im Laufe eines sehr langen Bullenmarktes wie wir ihn die letzten Jahre erlebt haben, treibt die Börsenwelt seltsame Blüten. Eine besondere Blüte sind die sogenannten Trading-Coaches, Trading-Mentoren oder um mal ohne Anglizismen das Kind, die Blüte beim Namen zu nennen: Trainer oder Nachhilfe-/Privatlehrer für den Tageshandel an der Börse. Denn so wird "Coach" übersetzt. Niemand dieser Gestalten nennt sich Teacher, Tutor, Instructor oder Educator, was korrekt übersetzt "Lehrer" bedeutet. Um in Deutschland ein echter Lehrer zu sein braucht man ein Diplom, welches man an einer Universität erworben haben muß. Um ein Trading-Coach zu sein reicht es, ein Buch für 49,95 EUR über das Trading gelesen zu haben. Punkt. Dann bietet man Dummbeuteln an ihnen dieses Buch in Bild und Ton für 1.000 bis 6.000 EUR pro Person, in einem Seminar zu erklären. Vorzugsweise in Tagungsräumen von schicken Hotels mit allem drum und dran, die nur einen Bruchteil der Gebühren kosten. Mittlerweile allerdings oft nur noch als Webinar über das Internet, was überhaupt keine Unkosten verursacht.

Trading-Coaches stehen noch unter den Heilpraktikern, denn die brauchen auch weder ein Diplom noch eine Approbation und auch keinen Dr.-Titel, um auf Quacksalber-Tour durch´s Land zu tingeln. Dafür brauchen Heilpraktiker aber immerhin eine staatliche Erlaubnis. Ist das Beschiss? Nun, dass muß jeder für sich entscheiden. Kauft man sich die richtigen Börsenbücher und investiert einen Großteil seiner Freizeit, kann man theoretisch nach einigen Jahren an der Börse mehr Geld verdienen als verlieren. Hat man keine Lust zu lesen und keine Zeit sich mit der Börsenmaterie auseinanderzusetzen, dann zahlt man 1.000 - 6.000 Euro an jemanden, der es einem in 1-4 Tagen erklärt. Für 6.000 Euro erklärt er es einem auch über Wochen oder sogar Monate, was es aber nicht unbedingt effektiver macht. Danach weiß man wie der Börsenhandel funktioniert, erfolgreich handeln kann man aber immer noch nicht. Denn anschließend muß man trotzdem einen Großteil seiner Freizeit, oder seien wir mal ehrlich, die nächsten Jahre seiner Freizeit, in dieses Geschäft investieren. Aber nicht um Geld zu verdienen, sondern erstmal nur um zu lernen wie man es langfristig nicht konstant verliert.

Warum kann man es nicht wenn man doch einem "Profi" in diesem Geschäft soviel Geld hinwirft, damit er einen in die Geheimnisse des Millionenmachens an der Börse einweiht? Ganz einfach, weil es keine Abkürzung in diesem Business gibt. Es führen zwar alle Wege nach Rom, wie man so schön sagt, aber das sind echt sauviele Wege und Straßen. Ein Seminar oder ein guter Mentor kann einen auf die richtigen Straßen schicken, um etwas zügiger voranzukommen, aber in Rom ist man dann noch lange nicht!

Track Record

An der Börse scheitern nachweislich früher oder später ca. 90% aller Marktteilnehmer. Beim Daytrading ist von 98% auszugehen. Dazu zählen auch die allermeisten Trading-Coaches oder -dienstleister, die einem erklären wie der erfolgreiche Börsenhandel funktioniert. Man zahlt also 1.000 bis 6.000 Euro an Menschen, die selbst häufig nicht das können was sie einem vermitteln.

Auf einer amerikanischen Webseite wurden und werden jede Menge dieser Coaches und Dienstleister, rund um die Börse genaustens unter die Lupe genommen. Das Ergebnis ist höchst ernüchternd: Fast 98% dieser Anbieter handeln entweder garnicht selber, weil sie mit dem Eigenhandel erfolglos sind, sie handeln simuliert, also nicht mit echtem Geld oder sie handeln nur gelegentlich oder mit sehr kleinem Einsatz. Das bedeutet 98% dieser Anbieter generieren ihren Lebensunterhalt zu 100% aus den Gebühren ihrer Kunden. Manche geben das sogar zu. Alle diese Coaches und "Profitrader" waren und sind nicht in der Lage einen Track Record zu übermitteln. Ein Track Record ist der einzige Nachweis darüber, dass ein Trader wirklich traden kann. Selbst wenn kein Track Record vorhanden ist, ist und war niemand in der Lage einen echten Kontoauszug zu übermitteln, wo zumindest ein paar echte Trades aufgelistet sind.

Simulationshandel

Die heutige Technik macht es leider möglich auch ohne Track Record den Leuten vorzugaukeln, jemand würde tatsächlich live und mit echtem Geld an der Börse erfolgreich handeln. In vielen Handelsplattformen kann man kaum noch erkennen ob jemand gerade live, also mit echtem Geld, oder nur simuliert handelt. Vor wenigen Jahren stand quer über der Handelsplattform "Simulation" oder "Demonstration" oder der Rahmen hatte ein quietschbunte Farbe. Einfach aus dem Grund, um nicht stundenlang zu handeln ohne zu merken, dass man gerade im Simulationsmodus ist! Heute sehen Simulationen genauso aus wie Livehandelsplattformen. Und wenn nicht kann man sie so anpassen, dass sie so aussehen. Selbst echte Kenner können oft nicht mehr erkennen, ob gerade mit echtem Geld(Psyche!) oder simuliert(Gambling!) gehandelt wird.

Verkäufertricks, Marketing und Gehirnwäscher

Gerne verpassen diese Verkäufer und Coaches auch uraltem, längst bekanntem und kostenlosen Börsenzeugs neue und hippe Namen, um den ahnungslosen Glücksrittern zu suggerieren, sie bekommen nur hier und jetzt die brandneuen Erkenntnisse geheimer Börsenwissenschaften, wenn sie den Dienst kaufen oder abonnieren. Das finde ich persönlich sogar legitim, wenn diese Sachen funktionieren und der Anbieter es nachweisen kann. Denn wirklich Neues gibt es an der Börse nicht.

Eine andere Methode ist, dass dem Kunden ein Rundumsorglospaket verkauft wird. Zuerst erzählt man ihm für 2.000 Euro wie man handelt. Anschließend muß der Kunde noch die hauseigene Software für 1.000 Euro kaufen und on top noch für 500-1.000 Euro irgendwelche Zusatzpakete für diese Software, die den Börsenhandel vermeintlich vereinfachen und dafür sorgen, dass man angeblich sofort Geld verdient.

Es gibt ja auch so Butterfahrten, wo achtzigjährigen gelangweilten Rentnern mit Kaffeemaschinen, Heizdecken, Jungbrunnen und Fußbädern tausende von Euros aus der Tasche gezogen werden. Fällt natürlich niemand drauf rein der jünger ist, außer er will an der Börse schnell Geld verdienen und schaltet auf der verzweifelten Suche nach dem heiligen Gral sein Gehirn aus.

Manche dieser Anbieter entpuppen sich am Ende auch als die neue Generation der Jürgen Höllers. Also Motivationstrainer und Lebensberater für Menschen die einen Guru suchen, zu dem sie aufschauen können. Das Trading selber spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle und ist in den meisten Fällen erfolglos. Der Fokus liegt auf Motivation, Antreiben und "Du kannst alles schaffen, auch wenn du blöd wie eine Amöbe bist!"-Gelaber. Nachdem man bezahlt und sich vollquatschen lassen hat, steht man allerdings wieder alleine vor seinen Träumen. Aber hauptsache man fühlt sich dank Guru XY für ein paar Tage mal wieder richtig gut, auch wenn man beim Trading genauso erfolglos ist wie vorher.

Was soll man denn nun tun?

Was also tun, um nicht 1.000-6.000 Euro in den Wind zu blasen, nur um nachher nicht viel mehr zu wissen als in einem Buch für 49,95 Euro steht?

Man sollte sich die Trading-Coaches ganz genau anschauen. Wenn jemand seine Dienste für viel Geld verkauft, sollte man sich als Nachweis darüber, dass er auch wirklich handeln kann einen Track Record zeigen lassen. Alleine dieser Filter wird schon ca. 98% aller Dienste herausfiltern, weil die Anbieter keinen Track Record haben. Wenn man sich durch Seminare nur Grundwissen aneignen will, sollte man sich im Klaren darüber sein, dass man wirklich nichts Neues über die Börse erfährt. Denn alles wurde in den letzten Jahrzehnten zigfach in Bücher geschrieben. Ein Grundlagenseminar kostet gerne mal bis zu 2.000 Euro. Bücher, wo meistens recht verständlich exakt das Gleiche drinsteht, kosten allerdings nur einen kleinen Bruchteil dieser Summe.

Mal ganz ehrlich, jeder Fünfzehnjährige kann Euch für 2.000 Euro erklären wie die Börse funktioniert, wenn er vorher eine Klassenarbeit darüber geschrieben hat. Wollt Ihr eine Klassenarbeit schreiben oder Geld verdienen? Jeder Zwanzigjährige Tennis-Stadtmeister kann Euch für 1.000 Euro das Tennisspielen beibringen. Wollt Ihr Stadtmeister werden oder wollt Ihr mit Tennisspielen Geld verdienen? Ihr versteht was ich meine. Es gibt da draußen wirklich Trading-Coaches, -mentoren oder -seminare die einen echten Mehrwert haben und wo man wirklich was für sein Geld bekommt. Aber nach diesen Anbietern muß man sehr lange suchen, findet sie eher im englischsprachigen Raum und sie kosten richtig Geld.

Bling-bling

Je schöner die Webseite und je mehr dort verkauft wird, desto unwahrscheinlicher ist es, dass dort ein echter Profitrader am Werk ist. Interessanter- und ironischerweise sehen nämlich die Webseiten der echten Profis häufig aus wie Seiten von 1998 oder wie von einem Praktikanten zusammengebastelt. Der Grund ist ganz einfach. Profitrader verbringen viel Zeit mit ihrem Trading und den Märkten, weil sie damit ihren Lebensunterhalt verdienen müssen. Keine Zeit haben sie für´s Webseiten basteln, Tradingprodukte entwickeln und verkaufen oder YouTube-Filmchen produzieren, wo sie als Selbstdarsteller mit Status-symbolen oder wie ein Drogendealer mit großen Geldbündeln herumprotzen, um ständig neue Kunden anzulocken damit Geld in die Haushaltskasse kommt. Testosterongeschwängerte Männer zwischen 20 und 30 Jahren lassen sich davon am liebsten blenden.

Rudimentäres

Profitrader bei denen man wirklich etwas lernen kann, sind fast immer unscheinbar. Deren Namen kennen nur Insider oder man findet sie durch Zufall beim Surfen im Internet. Wenn sie Lust haben oder darum gebeten werden, dann machen sie auch mal ein Seminar. Oder sie bieten tatsächlich Tradingdienste an, dass aber nicht um kontinuierlich Kunden anzulocken und um Geld zu verdienen, sondern aus Spaß daran anderen Menschen erfolgreich etwas zu vermitteln und um mal aus der eigenen Stinkbude heraus-zukommen. Je lauter also jemand schreit, desto geringer ist die Chance dort wirklich etwas zu lernen. Außer Dinge die es woanders umsonst gibt.

Man muß sich also entscheiden, will man von einem Topverkäufer, einem Topmotivator oder einem Toptrader lernen wie man richtig handelt? Demotrader und Topverkäufer reden meistens wie auswendig-gelernt. Lesen ab, labern herum, hören sich gerne selbst reden, kopieren andere und kommen ins Schwitzen, wenn es mal richtig in (Finanzmarkt-)Details geht. Bei echten Tradern hingegen fliegt einem die Leidenschaft für das Trading förmlich um die Ohren. Man hört interessante Anekdoten, Dinge die nicht in Büchern oder in Internetforen stehen und vorallem erfährt man auch von den Schmerzen bei Verlusten die sie tatsächlich erlitten haben. Verkäufer machen nämlich so gut wie nie Verluste, weil sie sonst ihre Dienste nicht verkaufen könnten. Gerne streuen sie zu Marketingzwecken aber mal ein paar Verluste ein, um die Echtheit ihres vermeintlichen Traderdaseins zu unterstreichen.

Potenzierung durch das Internet

Dieses ganze Coaching-, Mentoring-, und Seminarbusiness rund um die Börse gibt es schon immer. Doch erst das Internet hat diesen Müll an die Oberfläche gespült. Früher war es sehr aufwendig Kunden für seinen Scheiß zu generieren. Heute kann jeder Depp ein Bild von sich mit einer falschen Rolex am Arm, im Miet-Ferrari sitzend, mit einem Notebook auf dem Schoß auf dem ein Devisenchart abgebildet ist, ins Internet stellen. Dazu schreibt er, dass er jedem der $1000 überweist zeigt, wie man mit Devisenhandel auch bald Ferrari fahren kann. Klingt jetzt total absurd, aber da man Millionen von Menschen damit erreichen kann, sind auch welche darunter die darauf hereinfallen.

Wer möchte kann ja hier in die Kommentare schreiben, ob er nach einem 1.000-6.000 Euro-Seminar direkt oder später aufgrund des Seminars, konstant erfolgreich traden konnte/kann. Ich erwarte null Kommentare weil niemand gerne zugibt, dass er einen Haufen Geld mehr oder weniger in den Sand gesetzt hat. Lernen tut man in Seminaren sicher was, aber meistens ist der Preis für das oft banale Lernmaterial viel zu hoch.

Und zum Schluß noch ein Zitat von einem Wall Street-Börsenprofi der 40 Jahre seines Lebens in diesem Business verbracht hat und aufgrund seiner Leidenschaft noch mit 75 Jahren handelt:

"If you organize your personal trading like a professional business, you don´t need anything else."

Frei übersetzt heißt das: "Wenn du dein persönliches Trading wie ein professionelles Unternehmen aufziehst, brauchst du mit nichts anderem Geld zu verdienen." Auch nicht mit Seminaren oder als Coach.


Anhang
Nachfolgend ein paar ältere Links zu teilweise nicht ganz unbekannten Personen, die von US-Aufsichts-behörden des Betrugs überführt wurden. Das Schema ist immer das Gleiche. Den Leuten das Blaue vom Himmel versprechen und sie dann um ihr Geld bringen. Alle Fälle dieser Art der letzten fünfzehn Jahre hier aufzuzählen, würde eine endlose Linkliste werden. Dabei geht es zwar nicht immer um die Grauzone Coaching oder Mentoring, aber ebenfalls um die Tatsache, dass ahnungslosen und gierigen Menschen mit den Themen Börse und Trading das Geld aus der Tasche gezogen wird. Hinterfragt einfach Dinge bevor Ihr blind vor Gier irgendwem Geld überweist!

Markus Frick - Ex-Börsenguru Frick zu Haftstrafe verurteilt
Oder Frick´s neuer Schüler Jan Pahl, der garnicht "Jan Pahl" heißt, aber das wissen auch nur wenige. - Die Aktien-Mafia kassiert Anleger ab

Larry Williams - World Cup Approach To Futures Trading
Larry Williams hat bei einem öffentlichen Contest im Jahre 1987 in zwölf Monaten einen Gewinn von $902.599 erzielt und damit den 1. Platz belegt. Mit seinen Managed Accounts hat er allerdings $6.122.281 verloren. Im Jahr 1988 hat er den Larry Williams Financial Strategy Fund eröffnet. Im März 1989 den World Cup Championship Fund, den er u.a. mit Jake Bernstein gemanaged hat. Beide Fonds haben innerhalb von ein bis zwei Jahren 50% ihres Wertes verloren. Details dazu in William Gallacher's Buch Winner Take All: A Top Commodity Trader Tells It Like It Is

Linda Woolf, David Gengler - "Teach Me to Trade" ("TMTT"), Hands On Capital, Inc., Lashaico, Inc.
Gregory L. Gramalegui - Emini Trading School
Freddie Rick - Long Term-Short Term, Inc., d/b/a BetterTrades
Michael J. Drew and Eben D. Miller - Investools Inc.
The Con Man and His Mentor - Eine Forex Trading School mutierte zu einem riesigen Schneeballsystem.
Avoco Financial - Recurrence System
Yun Soo Oh Park aka Tokyo Joe and Tokyo Joe's Societe Anonyme Corp.
Curtis Arnold, London Financial - Pattern Probability Strategy (PPS)
Wade Cook - Wade's Wall Street Workshop
Dennis Bolze - Centurion Asset Management, Inc. and Advanced Trading Services, Inc.
Jake Bernstein - MBH Weekly Futures Trading Letter
CTS Financial Publishing - Swing Trader System
Kent C. Calhoun - KCI Seminars
Coldwell Publishing - Insider’s Profit Matrix

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Oops... da hat sich die breite Masse aber mal wieder mächtig verspekuliert! Nicht nur an der Börse, sondern auch in Great Britain. Zugegeben, ich hatte ursprünglich auch mit einem non-Event gerechnet was das Thema #Brexit betrifft. Denn seit 2008 wurden alle bösen Dinge ja quasi irgendwie politisch, mit Geld oder beidem beseitigt. Bloß keine neue Krise, bloß keinen Crash und bloß kein wirtschaftlicher Abschwung war die Devise. Also war es eigentlich klar, dass so etwas Mächtiges wie der Brexit nicht passieren wird. Dementsprechend sicher haben die Börsianer sich gefühlt und den DAX in nur wenigen Tagen um über 500 Punkte nach oben getrieben. Doch je näher die Abstimmung kam, desto unwohler wurde mir. Ich habe zu dem Thema Reportagen("verdammte Lügenpresse", "Scheiß-GEZ") gesehen und viele Artikel("verdammte Lügenpresse", "Chemtrails!") gelesen, um mir ein Bild der Briten zu diesem Thema zu machen.

Ständig gab es auch Umfragen, wo die Brexit-Anhänger meistens vorne lagen. Gleichzeitig stiegen die Märkte immer schneller immer höher. Diese konträren Bewegungen haben mich stutzig werden lassen und die Wahrscheinlichkeit auf den Brexit stieg. Natürlich hätte ich auf den Brexit wetten können, aber Wetten sind nicht so mein Ding. Denn wenn man falsch liegt, wird es meistens ganz bitter. Also habe ich 100% Cash vorgezogen. Charttechnisch ist bei dem Crash in den Indizes nicht soviel passiert, aber die Stimmung ist nun deutlich im Keller.

Der DAX befindet sich seit fast einem Jahr unter dem SMA-200, bzw. dem EMA-50 im Wochenchart und schafft es immer mal wieder ein neues Tief zu erreichen. Ganz klar ein Bärenmarkt innerhalb des ganz großen Aufwärtstrends. Die 10.000er Marke wird noch sehr lange das Gestirn sein welches wir umkreisen. Das Bärenmarkt-Kursziel liegt vorerst bei 8000 Punkten.


Die USA interessiert der Brexit erstmal nicht so sehr. Man nimmt es zur Kenntnis und gut ist. Die haben selber ein riesiges Land um das sie sich kümmern müssen. Es ist also wie immer. Was die Amerikaner nicht direkt betrifft, ist ihnen nur eine Randnotiz wert. Den Großteil seiner Verluste hat der S&P 500 nämlich in der Nacht in Europa über den ES-Future an der Globex verloren. Als der Handel in den USA dann begann, hat man diesen Verlust nur mehr oder weniger verwaltet. Dienst nach Vorschrift, aber keine Panik. Der S&P 500 bleibt weiter in seiner großen Range zwischen 2100 und 1800. Im Niemandsland also. Eine Zinsanhebung in den USA sollte sich für dieses Jahr auch erledigt haben. Denn eine bessere Ausrede als den Brexit, um an der Zinsschraube weiterhin nicht zu drehen, wird die Fed so schnell nicht finden.

Die Frage ist nun, welches Ausmaß der Brexit auf die Börsen in den nächsten Wochen und Monaten hat. Ich gehe davon aus, dass wir neue Allzeithochs in diesem Jahr nicht mehr sehen werden. Dafür wurde am Freitag zuviel zerstört und die Schockwellen sind noch unterwegs. Vieles muß jetzt neu bewertet werden. Auch die Tatsache, dass die Rechtspopulisten in Europa auf dem Vormarsch sind, ist ein großes Problem was ausländische Investionen in Europa betrifft. Es kommt also eines zum anderen. Und im großen und ganzen ist die EU jetzt erstmal gelähmt und voll von Unsicherheiten. Das mögen Börsianer garnicht, also ist über den Sommer mit erhöhter Volatilität zu rechnen. In der momentanen Situation, ist den traditionell schlechten Herbstmonaten dann erhöhte Aufmerksamkeit zu widmen. Dann könnte sich nochmal so einiges nach unten entladen.

Zum Euro wollte ich eigentlich nichts mehr schreiben. Den Grund liefert er mit dem Brexit. Er bleibt stabil, auch wenn er über 2% abgestürzt ist. Bei weniger dramatischen News hat er schon mehr verloren. Der Euro ist nicht kaputtzukriegen und das ist gut so! Denn mal ehrlich, wer außer Rentnern über 65 hat denn Lust wieder sein Geld in Lire oder Peseten zu tauschen?

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50Das im Februar 2016 angedeutete große Verkaufssignal für den Sommer hat es nun, wie die Verkaufssignale davor auch, zerlegt. Willkommen weiterhin in der Zentralbankenwelt. Es wird weder einen Brexit, einen Grexit und auch keine Zinserhöhung geben. Alles bleibt wie es ist und man verwaltet den Haufen Scheiße. Klappt ja auch ganz gut bis jetzt. Ob Zentralbanken auch die US-Wahlen manipulieren können, muß abgewartet werden. ;-) Die extreme Rally von Februar bis Ende April hat jedenfalls soviel Dynamik entwickelt, dass sich das Verkaufssignal in meinem Downtrend nicht mehr entfalten konnte. Somit hatte "mein" Downtrend nur wenige Tage Bestand. Einen Uptrend gibt es aber noch nicht, denn mein Trendmodell hängt nun wieder in einer Twilight Zone zwischen zwei Trends. Also in einer sehr großen Range/Seitwärtsmarkt/Schiebezone oder wie man es auch nennen will. Eine Range bedeutet für mich keine Aussage tätigen zu können, wohin der Markt tendiert. Alles ist möglich.

Wie es aussieht, wird der mächtige Bullenmarkt der letzten sieben Jahre nun in einer Range aus- konsolidiert. Käufer und Verkäufer halten sich die Waage. Diejenigen die schon lange drin sind, fangen an zu reduzieren. Alle anderen nehmen ihnen das Zeugs dankend ab. Doch oben reichen die Käufe nicht für neue Allzeithochs und unten reichen die Verkäufe nicht, um den Markt immer tiefer zu drücken. Man hat eine Pattsituation. Wie schon erwähnt, kann nur ein echter Schock einen Crash verursachen. Alles was gerade zur Debatte steht wie Brexit, Zinsen etc. wird schon eingepreist. Erst wenn die ganzen Unsicherheiten beseitigt sind, wird der Markt aus dieser Range nach oben ausbrechen. Dabei besteht aber immer noch die Gefahr eines Fehlausbruchs, denn bekanntlich stürzen Börsen gerne ins Bodenlose, wenn die Masse der Marktteilnehmer angstfrei investiert ist und sich sehr sicher fühlt. Da die Range relativ groß ist, kann es noch Monate mit dem Zickzack weitergehen.

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Blogs erleiden das gleiche Schicksal wie die Google-Suchmaschine. Sie bestehen nur aus Seite eins. Seite zwei besuchen kaum noch welche, weil dort vermeintlich alte und unwichtige Dinge stehen. Es wird gesagt, wer mal eine Leiche verstecken muß der sollte sie auf Seite drei bei Google begraben. Dort findet sie mit Sicherheit niemand! Bei einem Blick in meine Blogstatistiken mußte ich feststellen, dass uralte Artikel die für die Börse oder das Trading immer aktuell sind, garnicht mehr gelesen werden. Sie sind quasi im Internet-Nirvana verschwunden. Deswegen hab ich mir gedacht, hol doch einfach mal ein paar ausgewählte Artikel wieder hervor und liste sie auf. Denn Trader, vorallem Chartanalysten, lieben ja die Vergangenheit. Gibt ja gerade sonst nix Neues hier, da der Chart vom Februar immer noch aktuell ist und die Prognose langsam anfängt sich zu erfüllen. Aktive Trader können auch gerne täglich im Chat vorbeischauen, wenn es ihnen hier zu langsam geht.(Lieber nicht, ich möchte alleine Geld verdienen.)

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WSVDas Jahr ist noch jung, aber die Volatilität steigt und es geht wie erwartet an den Börsen schon ordentlich zur Sache. Das gleich am zweiten Januar alles aus den Depots rausgehauen wurde und damit seit Wochen nicht aufgehört wird, haben sicher die Allerwenigsten erwartet. Ich bin auch etwas überrascht worden, dachte ich doch das Drama verteilt sich über das ganze Jahr. Aber ein anständiger Mix aus Ölpreis, Zinsanhebungen und Negativzinsen, Länderkrisen, Kriegen, Wirtschaftsabschwüngen und Bankeneruptionen muß ja schließlich abgehandelt werden. Heimlich still und leise erfüllt sich auch meine Prognose der Negativzinsen für Kleinanleger. Nebenbei wird noch das Bargeld abgeschafft. Willkommen in der Diktatur Europa. Und die SED war doch echt ne´klasse Erfindung der Kommunisten. Mit einer Totalüberwachung fühlt sich das ängstliche Volk in der globalisierten und gefährlichen Welt gleich viel sicherer. Herzlichen Glückwunsch zur langsamen Abschaffung der Demokratie und des Kapitalismus.

Oder glaubt wirklich jemand die 500 Euro-Scheine werden wegen möglicher Geldwäsche abgeschafft? Muhaha...! Dann nehm ich fünf Hunderter, wenn ich mich unbedingt ins kriminelle Milieu wagen will. Die Abschaffung des Bargeldes dient einzig und allein der totalen Überwachung des Geldes und der Geldflüsse. Aufgrund ganz bestimmter Gründe und Verdachtsmomente, darf zum Beispiel das Finanzamt jetzt schon bei Bürgern die Bankkonten einsehen, ob dort nicht etwas Unversteuertes herumliegt. "Gründe", "Verdachtsmomente"... haha... die Finanzämter nutzen diese Möglichkeit der Überwachung schon mehr als exzessiv! Denn wenn es kein Bargeld mehr gibt, kann man auch nichts mehr verstecken.

Zurück zu den Charts. Schräge, selbstgemalte Linien in Charts kannste meistens knicken. So richtig glücklich bin ich mit den Dingern im letzten Artikel nie gewesen. Wahrscheinlich war ich besoffen, als ich die gemalt habe. Im DAX die sind noch ganz ok, aber die beiden im SPX... *urgs. Naja, sind ja Wochencharts und es sind nur zehn Stäbe dazugekommen. Da kann man noch etwas anpassen.
Meine ursprüngliche Meinung zu 2016 hat sich bis jetzt nicht geändert. Im November 2015 hatte ich mich darüber echauffiert, dass meine Charts und Trendmodelle aktuell so aussehen wie Ende 2007/Anfang 2008 und im Tageschart die Notenbanken ein Desaster erstmal vermieden haben. Glück gehabt! Allerdings wartet im Wochenchart des SPX noch eine Welle, die wirklich alles über den Haufen werfen kann.

Zeitlich sollte der Wendepunkt in den nächsten Wochen anstehen. Dann entscheidet sich ob sich der Sommer 2008 wiederholen wird oder nicht. Was bedeutet: Totalabsturz(Crash). Damit das passiert, muß aber ein schwarzer Schwan her. Also irgendein externer Schock den keiner auf der Liste hat. Bis es soweit ist, muß aber noch so einiges passieren im Wochenchart. Denn Fakt ist auch, dass sich der SPX auf zwei extreme Welten zubewegt. Denn sowohl ein neues Allzeithoch, als auch neue Jahrestiefs sind aufgrund meines Trendmodells möglich. Desweiteren können diese Extreme auch einfach so verpuffen und der SPX dümpelt weiter in seiner langen Range herum. Und alleine diese Tatsache wird die Volatilität nicht senken und das momentan wilde Geschredder fortführen. Und für alle die gerne im DAX rumzocken: Der sieht genauso aus.

Eigentlich ist das eine Analyse für den Mülleimer, weil sowas auch jeden Tag in den Wirtschaftsblättern steht: "Es könnte steigen. Kann aber auch fallen!" Leider sieht es diesmal wirklich so aus! Die Volatilität und die Nervosität an den Märkten, sind ja nicht grundlos plötzlich da. Die Masse an gegensätzlichen Meinungen trifft momentan geballt auf die Märkte.

Meine Prognose von einem Goldpreis unter $1000 hat leider nicht hingehauen. Die $1000er Marke hat tatsächlich gehalten! Denn nachdem die Aktienmärkte und die Stimmung ins Negative umschlugen, wurde wie immer reflexartig beim Gold zugegriffen. Börsenregel.

Euro-Analysen werde ich komplett einstellen. Das Ding benimmt sich entgegen aller Vernunft. Außerdem gibt es da draußen so unfassbar viele erfolgreiche Forexhändler, vorallem die, die es als Hobby betreiben, dass ich nicht auch noch meinen Senf dazugeben muß.

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Der SPX hat die 2050 erreicht. +50 big points. Trade done! Der DAX war im Tief bei 10.150 und hat die 10.000 nur knapp verfehlt. Trotzdem hat in der Nähe dieser Marke sofort wieder Kaufpanik eingesetzt, welche den DAX über 10.500 Punkte getrieben hat. Die sogar erreichten 10.800 Punkte verbinde ich mit dem heutigen großen Verfallstag. Da mußten wohl Schieflagen in Positionen ausgebügelt werden. Die Zinswende in den USA wurde wie erwartet nun endlich eingeläutet. Noch wird sie als harmlos dargestellt, aber schon mittelfristig wird sie erhebliche Auswirkungen in der Finanzwelt haben, denn ich gehe bis Ende 2016 von einem US-Zinssatz über einem Prozent aus.

Das Jahr 2015 neigt sich dem Ende und war eher durchschnittlich. Der S&P 500 kam nach einem wilden Beginn zwischen März und Ende Juli fast völlig zum Erliegen. Sowohl Volatilität, als auch Volumen dümpelten auf sehr niedrigem Niveau. Erst im August wurde der Markt wieder zum Leben erweckt. Hier konnte man sehr deutlich erkennen welche Kräfte freigesetzt werden, wenn etwas aus einer am Ende fast einschläfernden Range ausbricht.

Der DAX hat sich 2015 verhalten, wie die meisten es wohl nicht erwartet haben. Das fast zügellose QE der EZB hat den DAX nicht, wie die US-Märkte das QE der Fed, in neue Höhen getrieben, sondern für einen Rückwärtsgang gesorgt. Der stürmischen Vorfreude zu Beginn des Jahres folgte schon ab April die Ernüchterung. Denn das sich der DAX über einen langen Zeitraum von den US-Märkten in seiner Bewegung abkoppelt, ist extrem unwahrscheinlich. Meine Marktprognose für 2015 war dementsprechend korrekt. Wer mir auf Twitter folgt und etwas Englisch kann, wurde fast das ganze Jahr über punktuell mit Bestätigungen der Prognose versorgt.

In 2016 erwarte ich für den SPX als auch den DAX erneut eine sehr große Range, aber mit steigender Volatilität. Neue Allzeithochs könnten fallen, dürften aber nicht lange Bestand haben. Die Show wird sich im SPX zwischen ca. 1900 und 2250 und im DAX zwischen ca. 10.000 und 13.000 Punkten abspielen. Für Zocker, die jeden Tag ihr Geld verbrennen, wird es im nächsten Jahr gefährlich. Die Burn-Rate wird steigen! Wer wirklich traden kann, darf sich über die Schwankungen freuen. Für Anleger(Rente und so...) dürfte es ein nervenaufreibendes Jahr werden.

Der typischen Kaufsucht in der ersten Jahreshälfte, welche möglicherweise zu neuen Hochs führen wird, sollte zum Jahresende hin die Ernüchterung über immer weiter steigende US-Zinsen folgen. Selbst wenn die EZB ihr QE weiter ausdehnt und die Zinsen nochmals senkt, wird das keinen positiven Einfluß auf die Märkte haben, dafür aber einen negativen Einfluß auf die europäischen Sparer. Denn ich rechne damit, dass in Europa bald Privatleute für ihr geparktes Guthaben Geld bezahlen müssen(Negativzinssatz).

Der Euro ist ein seltsamer Zeitgenosse, an dem wie bei Frau Merkel alles abzuprallen scheint; Teflon-Euro sozusagen. Die US-Zinsen steigen und der Euro auch. Strange! Schlecht Ding will wohl Weile haben, denn mit der Parität zum US-Dollar rechne ich weiterhin.

Gold. No comment. Außer, dass die US$1000-Marke bald fällig ist. Nach unten.

Beim Öl war in diesem Jahr mächtig der Bär los. Das gierige Fracking der US-Amerikaner und das Nichtstun der Araber und der Opec haben für den billigsten Sprit seit Jahren gesorgt. Runter geht´s ja immer schneller als rauf, also wird der Öl-Preis nun sehr lange brauchen, bis er wieder Regionen um die $70 oder $80 erreicht.

In eigener Sache: Da in Deutschland anscheinend niemand US-Aktien und schon garnicht US-Futures handelt, ist die soziale Interaktion(Chat/Kommentare) in diesem Blog völlig zum Erliegen gekommen. Vielleicht bin ich auch zu old school und die ganze Börsenkonversation findet nun in den sozialen Netzwerken, wie der Toilette Facebook, oder auf anderen Kanälen in denen ich mich nicht aufhalte, statt. Aufgrunddessen wird der Blog hier wohl ganz langsam zu Grabe getragen, denn als Alleinunterhalter bekomme ich am Keyboard auf Hochzeiten immerhin noch´n Bier und was zu Essen. *Blog off & *Jammern off. Ganz einfache Lösung.

Frohes Weihnachtsfest, guten Rutsch, viel Erfolg im neuen Jahr und bis irgendwann 2016.

/mz

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Der SPX konnte sein Jahreshoch und der DAX konnte die 11.700 nicht mehr testen, bevor die Reise in die Tiefe begann. Zu schwach die Bullen, zu stark die Bären. Jahresendrally sieht irgendwie anders aus. Aber die Bären, also die ca. 2 Prozent aller Marktteilnehmer, wollen ja auch mal ihren Spaß. Man kann es drehen wie man will, man kann es analysieren wie man will und die Analysten und Experten können in den Massenmedien schreiben was sie wollen. Gerne auch fünf Seiten Geblubber darüber, dass diesmal alles anders ist. Nein, ist es nicht! Die Zinsen regieren die Finanzwelt und sonst garnichts.

Vor 12 Monaten habe ich geschrieben, dass man die Zinsen in den USA zwingend beobachten muß. Über die letzten Jahre habe ich immer wieder geschrieben, dass steigende Zinsen pures Gift für Aktien sind. Nun werden die Zinsen steigen und im Gegenzug die Aktien fallen, oder sich zumindest nicht mehr von der Stelle bewegen.

Der SPX sollte die Korrektur hier beendet haben und sich wieder auf den Weg zurück zur 2050 machen. Wie man sieht, hockt der Index direkt auf allen relevanten MA´s. Solange das Fall ist, wird die Range zwischen 2000 und 2100 bestehen bleiben.

Der DAX befindet sich seit 10.900 in einer "Todeswelle". Bei voller Entfaltung hat sie das Potenzial den DAX unter 9.300 zu drücken! Mal schauen ob das klappt. Vermutlich wird sich der Index aber um die 10.000 wieder fangen, da diese Marke ein guter Support ist und viele Kleinanleger dort einsteigen. Warum? Weils die 10.000 ist, sonst gibt es da keinen weiteren Grund.

Der Euro ist nach meiner -600 Pips to-go-Analyse erstmal satte 300 Pips gestiegen und hat am Jahrestief vom März nochmal die Kurve gekratzt. Bei der EZB hat einer was gesagt. Was ist egal, hauptsache mal wieder den Euro kaufen. Da muß man jetzt mal abwarten, ob das wider Erwarten tatsächlich ein mittelfristiger Boden wird, oder ob die Zinserhöhung der Fed ihn da mit Anlauf durchschießen wird.

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In der letzten Analyse hatte ich eine Bärenmarktrally im S&P 500 und im DAX prognostiziert. Beide haben ihre errechneten Ziele mehr als erreicht. Der SPX die 2.000 und der DAX deutlich mehr als 10.000 Punkte. Anschließend sollten die Indizes ihren im August begonnenen Bärenmarkt fortsetzen und neue Tiefs anvisieren. Aufgrund der Dynamik der Rally, einem Versagen des SMA-200, ständigem Eingreifen der internationalen Notenbanken und letztendlich aus zeitlicher Perspektive, halte ich einen erneuten Absturz vorerst allerdings für unwahrscheinlich. Im November 2011 hat die Fed mit ihrem neuen QE-Programm den Markt gerade noch so vor einem Absturz gerettet. Meine Charts haben damals eindeutig auf fallende Kurse hingewiesen. In diesem Jahr war die charttechnische Situation fast identisch zu 2011 und auch 2007. Die Fed hat ihr Pulver verschossen und statt QE, gibt es wohl eine Zinserhöhung. Alles klar, diesmal könnte das Verkaufssignal zünden!

Aber nein. Zuerst senkt die PBOC die Zinsen und anschließend verdoppelt Herr Draghi sein QE, weils bisher nicht funktioniert hat. Und sollte es auch weiterhin nichts bringen, werden sich Herr Draghi und seine Homies auch demnächst wieder an das alte Wall Street-Verliererzitat halten: "If you have trouble, double!" However, der Markt setzte zu einer fetten Rally an, die am Ende mein schönes Verkaufssignal in nur drei Tagen komplett zerlegt hat. Na toll, was ein Deja-Vu...

Trotzallem bleibt es bis Jahresende hochspannend an den Märkten. Denn am 16. Dezember 2015 hat die Fed ihre letzte Sitzung in diesem Jahr. Und dann soll es tatsächlich geschehen! Eine Zinserhöhung! Bei der letzten Sitzung waren die Anleger schon fast enttäuscht darüber, dass es keine Zinserhöhung gab. Soviele hatten damit gerechnet und sich dementsprechend positioniert und dann kam sie wieder nicht. An diesem Tag hatte sich die Fed lächerlich gemacht. Sollte im Dezember wieder nichts an der Zinsfront passieren und die Fed trotz hervorragender makroökonomischer US-Daten, erneut eine Ausrede finden die Zinsen bei fast Null zu belassen, läuft die mächtigste Bank der Welt Gefahr für nicht mehr voll genommen zu werden.

Mein SPX-Trendmodell hat sich mit dem Versagen des großen Verkaufssignals optimal für den Tag X positioniert. Er befindet sich im Tageschart in der Twilight Zone. Kein eindeutiger Uptrend und kein eindeutiger Downtrend. Wochen- und Monatscharts stehen natürlich weiter auf Uptrend. Der SPX befindet sich also erstmal in einer Range, welche möglicherweise mit sehr umfangreichen Wellen, die nächsten Monate bestehen bleibt.

Der DAX hat einen Ausbruch aus dem seit April 2015 bestehenden Downtrend geschafft und befindet sich, im Gegensatz zu den USA, in der obligatorischen X-Mas-Rally. Hier wird es wohl erstmal in den Bereich 11.700/11.750 gehen. Das Allzeithoch bei ca. 12.400 könnte eventuell in den nächsten Monaten auch noch mal erreicht werden. Mehr ist meiner Meinung nach aber nicht drin. Herr Draghi hat seit Anfang des Jahres die Geldschleusen sehr weit auf und das bei Zinsen nahe oder sogar unter null Prozent. Trotzdem ist der DAX in diesem Jahr in einen Downtrend übergegangen. Wie ich damals schon erwähnt habe, wird das europäische QE der EZB nicht so funktionieren wie in den USA. Selbst wenn der Master of Desaster seine Billiönchen nochmal verdoppelt, wird der Effekt nicht besser werden. Er selber verkauft sein Vorgehen der Masse und den Medien natürlich total positiv.

Da die Deutschen, außer ich, das Gold lieben, auch dazu noch eine wie immer kurze Analyse. Weiterhin Bärenmarkt, 0% Rendite und banges Warten auf den Rutsch unter $1000.

Für den Euro hatte ich, nach der Tatsache, dass Herr Draghi Billionen von Euros aus dem Fenster wirft und die US-Zinsen steigen, die Parität zum US-Dollar prognostiziert. Aktuell steht der Euro nur noch bei knapp 1.06 und die Zinsanhebung der Fed wird ihm den Rest geben. -600 Pips to go!

Fazit: Dank der EZB(die Fed tritt mittlerweile auf die Bremse) wächst und gedeiht die Börsenblase ganz hervorragend. Die "Experten" die sich ständig in die Massenmedien drängen, sehen natürlich keine Blase. Und diejenigen, die sie verursachen sowieso nicht. Denn 1986, 1999 und 2007 war ja auch alles tiptop in Ordnung.

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